Konjunktur

DIHK: Fachkräftemangel als Konjunkturrisiko

Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bringt es zutage. Jedes dritte Unternehmen betrachtet den zunehmenden Fachkräftemangel als Konjunkturrisiko Nummer eins. Noch vor zwei Jahren betrug dieser Wert erst 16 Prozent.

Industrie: Mehr freie Stellen als Bewerber

Viele Betriebe möchten gerne Personal einstellen. Da es jedoch in einigen Branchen mittlerweile mehr Angebot als Nachfrage gäbe, müssten viele Stellen unbesetzt bleiben, heißt es. Als Grund wird die demografische Entwicklung genannt.  Zudem werden nicht nur hochqualifizierte Arbeitnehmer und Akademiker gesucht, sondern auch Ungelernte.

Zeitarbeitsbranche: Dringend Personal benötigt

Gerade in der Zeitarbeitsbranche ist die Sorge über einen zunehmenden Personalmangel auch im Bereich der Ungelernten sehr groß. An zweiter Stelle, bezogen auf die Fachkräfte, folgt die Gesundheitsbranche.

Dort fehlen vor allem Pflegekräfte und Ärzte. Auch im Gastgewerbe und in der Elektroindustrie fehlt es an qualifiziertem Personal. Der DIHK forderte derweil einen Ausbau des vorhandenen Fachkräftepotenzials.

DIHK: Vorhandenes Fachkräftepotenzial nutzen

Neben einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört auch eine Rekrutierung älterer Erwerbsloser zu dem möglichen Erfolgsrezept. Insbesondere im Bereich der Ingenieurswissenschaften könnte eine Rekrutierung älterer Arbeitnehmer hohe zusätzliche Fachkräfte rekrutieren.

Zudem kann als mögliches Erfolgsrezept eine Anwerbung ausländischer Fachkräfte ein möglicher Erfolgsfaktor für die deutsche Wirtschaft sein, so der DIHK. Allerdings gehöre nach Ansicht des DIHK dazu, im Ausland für den Arbeitsstandort Deutschland zu werben. Letztlich würde im Ausland niemand Schlange stehen, um hier zu arbeiten, so der DIHK weiter.



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