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Discount-Raumfahrtprojekt geplant

Die Raumfahrtindustrie gilt gerade für den kommerziellen Sektor als äußerst lukrativ. Insbesondere für den Bereich der Kommunikationssatelliten sowie der Satelliten für die Wetteraufzeichnung stellt sich die Raumfahrt als gewinnbringender Industriezweig heraus.

Allerdings stellt das Hinaufbringen einer Nutzlast in den Weltraum eine ziemlich teure Angelegenheit dar. Seit Längerem forschen Wissenschaftler daher an Möglichkeiten, Nutzlasten möglichst günstig in den Weltraum hinauf zu befördern.

Copenhagen Suborbitals – Revival of Mercury-Project?

Derweil gibt es auch zunehmend semi-professionelle Entwicklerteams, die dennoch ernsthaft versuchen zum Discount-Tarif in den Weltraum zu gelangen. So gibt es beispielsweise das dänische Projekt “Copenhagen Suborbitals.“ Bei diesem Projekt geht es darum, ein eine menschliche Person auf einen suborbitalen Raumflug zu schicken. In einer Höhe von etwa 80 Kilometern soll, ähnlich wie bei den ersten “Mercury-Flügen“ der US-Amerikaner, eine Person einen etwa 15-minütigen Ausflug in das All unternehmen.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Umlaufbahn, sondern lediglich um einen suborbitalen Flug eines Raumflugkörpers, der ähnlich wie ein schräg nach oben geworfener Stein in einer elliptischen Flugbahn wieder zur Erde fällt. Das Projekt finanziert sich in erster Linie durch Spenden und soll mit einer Rakete erfolgen, die wenige 10.000 Euro kostet.

Zweistufiges Flugverfahren

Ein neues Projekt soll derweil unbemannt sein und in einer etwa 200 km hohen Erdumlaufbahn münden. Anders als herkömmliche Raumfahrtmissionen erfolgt bei diesem Projekt ein zunächst recht unspektakulärer “ Raketenstart.“ Dieser erfolgt nämlich nahezu lautlos. Der Grund liegt darin, dass die Rakete die ersten 30-35 Kilometer an Höhe durch einen Ballon gewinnen soll. Erst dann zünden die Triebwerke und befördern die Nutzlast auf die Umlaufbahn.

Technische Schwierigkeiten offenbar noch ungelöst

Dadurch, dass die unteren Luftschichten durch den Ballon bereits verlassen werden, reicht eine relativ geringe Menge an Raketentreibstoff, um die Rakete auf die Umlaufbahn zu befördern, so dass Entwicklerteam. Bei diesem Projekt gibt es jedoch offenbar einige technische Schwierigkeiten zu meistern. So stellt sich beispielsweise den Entwicklern das Problem, den Start der Rakete so zu koordinieren, dass keine Teile des Ballons mit der Rakete kollidieren.

Start 2014?

Das Projekt selbst ist als “Discount-Projekt“ angelegt. Auch wenn es zunächst unglaublich klingen mag, die Entwicklern nennen einen Startpreis von wenigen 1000 Euro. Das Projekt soll demnächst auch im Internet präsent sein und erste Teststarts sollen bereits im kommenden Jahr erfolgen.

Das Forscherteam plant die eigentliche Mission für das Jahr 2014 respektive 2015. Hierzu haben die Entwickler in der nächsten Zeit eine Presseerklärung sowie eine Pressekonferenz angekündigt. In dieser soll dann auch die Mission genauer beschrieben werden und die langfristigen Missionsziele der Öffentlichkeit mitgeteilt werden. Das Entwicklerteam will zu diesem Zeitpunkt auch die zur Anwendung kommende Technik und das eigentliche Raumfahrzeug vorstellen.



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