Wirtschaft

Discounter Preiskampf: Lidl nimmt Coca-Cola aus dem Sortiment

Der Preiskampf bei den Supermarkt-Discountern wie Aldi, Lidle und Co. nimmt seinen Lauf.

Der Trend bei deutschen Konsumenten tendiert verstärkt zu billigen Hausmarken und weg von teuren Markenprodukten.

Alle Supermarkt-Discounter in Deutschland, wie z.B. Rewe, Aldi, Lidl, Plus und netto, bieten in Qualität vergleichbare Produkte zu deutlich günstigeren Preisen.

Nunmehr wurden erste Opfer gefordert. Lidl verbannt die Kult-Marke Coca-Cola aus seinen Regalen.

Ein herber Schlag für Coca Cola

Radikale Methoden werden seitens des Discounters Lidl ergriffen, wenn es um den Preiskampf der Billig-Ketten untereinander geht. So hat der Discounter die Softdrinks von Coca-Cola aus dem Regal verbannt. Ein herber Schlag gegen den US-Getränkehersteller.

Der größte deutsche Supermarkt-Discounter verabschiedet sich also von der bekanntesten Softdrink-Marke. Ein Sprecher von Coca-Cola bestätigt diese Information der „Welt“. Unter anderem wird von nicht miteinander vereinbarten Vermarktungskonzepten gesprochen.

Lidl selber hat noch kein Kommentar zum Thema abgeben wollen. Einziges Statement ist und bleibt seitens eines Sprechers, dass Zusammenarbeiten mit Lieferanten grundsätzlich nicht kommentiert werden.

Lidl: Restbestände werden in den Märkten verkauft

In einigen Niederlassungen der Lidl-Filialen wurden gestern noch Restbestände verkauft. So wurden Coca-Cola, sowie die kalorienreduzierten Varianten Light und Zero zu günstigeren Preisen angeboten. In einigen Supermärkten war die Marke schon nicht mehr erhältlich. Ausgewichen wird seitens des Discounters auf die Marke Pepsi oder auf niedrigpreisige Spezial-Marken, wie unter anderem „Freeway“.

Für den Softdrink Hersteller ist dies eine neue Hürde. Zu dessen Sortiment gehört unter anderem auch Sprite oder Fanta. Es entfällt durch die fehlende Zusammenarbeit mit Lidl einer der absatzstärksten Vertriebswege auf dem deutschen Markt. Lidl unterhält in Deutschland etwa 3.300 Filialen.

Der Preiskampf bei den Discountern geht weiter

Schon seit Wochen ist ein intensiver Preiskampf bei den Discountern in Deutschland zu verzeichnen. Die Verbraucher profitieren hiervon. Erst jüngst konnte Aldi sich besonders hervorheben, indem es die Preise für typische Frühstücksprodukte um bis zu 0,10 Euro senkte.

Hierzu zählen unter anderem Produkte, wie Joghurt, Müsli oder auch Cornflakes. Des Weiteren wurden die Preise für Kaffee und Salami gesenkt oder auch für Eier um bis zu 0,30 Euro.

Wettbewerber zwingen zu drastischen Schritten

Der Discounter Aldi bestätigte, dass er sich zu diesen Schritten gezwungen gesehen hat, nachdem auch die Mitbewerber Rewe, Netto oder auch Lidl die Preisführerschaft streitig machen wollten. Immer wieder wurden sie bei Produkten unterboten, vor allem bei den Produkten, bei denen Verbraucher augenscheinlich darauf geachtet haben.

Mittlerweile mischt hier auch die Metro-Kette Real kräftig mit. So wurde hier eine Eigenmarke eingeführt, die ungefähr 20 Waren umfasst. Diese befinden sich im unteren Preissegment und tragen keinen Markennamen.

Alkoholfreie Getränke spielen eine wesentliche Rolle

Ebenfalls im Machtkampf eingeschlossen sind alkoholfreie Getränke. So werden die Preise immer wieder dauerhaft gesenkt. Hier ist auch der Rückschluss zu Coca-Cola zu entdecken. Lidl scheint Druck auf den Getränkehersteller ausgeübt zu haben, die Abgabepreise zu reduzieren, so dass die Marge für Lidl dennoch erhalten bleibt. Dabei wurde anscheinend eine Schmerzgrenze für den Giganten überschritten, so dass der Schritt gegen die Zusammenarbeit die Folge war.



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