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Dispozinsen: Abzocke durch die Banken angeprangert

Das Verbraucherschutzministerium hat ein Gutachten bezüglich der Angemessenheit von Dispozinsen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse stellen den Banken kein gutes Zeugnis aus. Bereits im September 2011 hatte die Stiftung Warentest die Dispozinsen der Banken miteinander verglichen und der teuersten Bank einen zweifelhaften Preis überreicht. Bereits damals lag der von der Stiftung Warentest ermittelte Durchschnittszinssatz bei 12,4 Prozent für einen Dispositionskredit.

Verbraucherschutzministerium: Studie in Auftrag gegeben

Das Verbraucherministerium gab im Zuge des Vergleichs der Stiftung Warentest beim“Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung“ sowie dem „Institut für Finanzdienstleistungen“ eine Studie zu den Dispozinsen in Auftrag. Das Ergebnis der Studie gibt der Stiftung Warentest recht und bezeichnet die Dispozinsen der Banken, freundlich formuliert, als Abzocke, die jedoch völlig legal sei.

Banken rechtfertigen hohe Zinsen mit Ausfallrisiken

Die Banken indes rechtfertigen die hohen Zinsen mit den hohen Ausfallrisiken sowie mit dem bürokratischen Aufwand für oftmals kleine Summen an Dispokredit. Was die Banken jedoch verschweigen, ist einerseits, dass der Verwaltungsaufwand sich nicht erhöht hat, wohl aber teilweise die Zinsen. Zudem können sich Banken untereinander selbst Geld für teilweise unter einem Prozent leihen.

Experten: Banken arbeiten auch bei unter zehn Prozent Zinssatz profitabel

Experten meinen derweil, dass Banken auch bei Zinssätzen unterhalb von zehn Prozent profitabel arbeiten könnten. Letztlich arbeiten die Banken nach dem Motto“Profite privatisieren, Schulden dem Steuerzahler aufbürden“. Es wäre Zeit, den Banken die Stirn zu bieten und einen Dispositionskredit abzulehnen, dann würde die Bank zumindest in der Masse zu Verhandlungen über den Zinssatz bereit sein.



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