Gesundheit

E-Zigarette: Individuelle Erfahrung obsiegt über wissenschaftliche Studien

Kaum ein Thema spaltet die Nation in den letzten Tagen so sehr, wie das Thema „E-Zigarette“.
Viele der betroffenen „Dampfer“ regt die Medienberichterstattung auf. Grund sind Berichte des Deutschen Krebsforschungsinstituts in Heidelbergs, welches die E-Zigarette ähnlich gefährlich einstuft wie eine herkömmliche Tabakzigarette. Auch asentanews hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach über das Thema berichtet.

E-Zigarettennutzer: Besseres Lebensgefühl

Hierbei wurde als Quelle die Wissenschaft bemüht. Wissenschaftliche Studien wurden zitiert und Fakten gemäß journalistischer Standards benannt. Auch Leserkommentare wurden ausführlich gelesen und sich mit diesen sowohl fachlich wie auch journalistisch auseinandergesetzt. Einige Kommentare nutzten die Kraft des „geschliffenen Wortes“ zur Unmutsäußerung, andere Kommentare versuchten, mit sachlichen Gegenargumenten sich Gehör zu verschaffen. So verweisen viele „Dampfer“ auf das persönlich bessere Lebensgefühl, ohne morgendlichen Husten und Auswurf. Andere Konsumenten sprechen davon, dass ihre Kleidung und ihre Wohnung besser riechen würden, als zu Zeiten der Tabakzigarette. Andere Konsumenten der E-Zigarette verweisen auf die Inhalte der zitierten Studien und die deutlich geringeren Schadstoffe. Ein Argument der „Dampfer“ sollte jedoch auch die Wissenschaft aufhorchen lassen, nämlich die individuell empfundene bessere Lebensqualität.

Vergleich mit Methadon

Selbst wenn die E-Zigarette also eine ähnliche Funktion erfüllen würde, wie das Methadon bei harten Drogen (nämlich eine Verbesserung der Lebensqualität), hätte diese für die Betroffenen ihren Zweck erfüllt, wobei der Vergleich mit Methadon keinen Bezug zu Drogenkonsum suggerieren soll, sondern lediglich die individuell unter Methadon empfundene Verbesserung der Lebensqualität als Vergleich heranziehen soll. Auch Methadon ist nicht unbedenklich und dennoch wird es als der „gesündere Ersatz“ für Heroin angeboten. In der Tat haben sowohl das Deutsche Krebsforschungsinstitut in Heidelberg, als auch das Institut für Risikobewertung diesen Faktor nicht in ihre Studien mit einbezogen. Dieser Punkt ist demnach auch dass, was die Liebhaber der E-Zigarette auf die Barrikaden bringt, das persönliche Gefühl ein besseres Leben zu führen als zu Zeiten des Tabakrauchens und dafür von der Öffentlichkeit noch gebrandmarkt zu werden.

Wissenschaft gefragt

Zu einer seriösen Wissenschaft gehört auch, die Argumente der Gegenseite zu untersuchen. Vielfach werden Auftragsgutachten mit Wunschergebnissen erstellt. Eine seriöse Wissenschaft muss jedoch stets auch die Fragen möglicher Vorteile beurteilen. Lediglich vorgegebene Fragestellungen im Sinne von „Wie schädlich ist?, Wie viele Schadstoffe enthält?“,zu beantworten, ist ebenso unwissenschaftlich wie bloße Fragen nach den Vorteilen der E-Zigarette zu stellen. Insofern ist die Wissenschaft gefragt, beide Fragepaare zu beantworten.

 



25 Kommentare zu “E-Zigarette: Individuelle Erfahrung obsiegt über wissenschaftliche Studien”

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.