Gesellschaft

Ehepaar Wulff: Wie in guten so in schlechten Tagen…

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und seine Ehefrau Bettina gehen zukünftig getrennte Wege. Ihr Rechtsanwalt bestätigte, dass Christian Wulff bereits in Hannover eine eigene Wohnung genommen hat und das Bettina Wulff zusammen mit den Kindern in dem bisher gemeinsam bewohnten Haus in Burgwedel verbleibt.

Am Montag hatten beide bei ihrem Rechtsanwalt eine Trennungsvereinbarung unterschrieben. Nicht zuletzt dürfte das umstrittene Buch von Bettina Wulff mit dem Titel “Jenseits des Protokolls“ zum Ehe-Aus beigetragen haben.

 

Distanz bereits beim Rücktritt bemerkt

In dem Buch äußerte die Noch-Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten deutlich Kritik an ihrem Mann und demontierte ihn damit in aller Öffentlichkeit zusätzlich. Zudem bekannte Bettina Wulff in aller Öffentlichkeit, dass sie und ihr Mann sich wegen der bereits seit längerer Zeit bestehenden Ehe-Probleme in therapeutischer Behandlung befänden. Letztlich dürfte daher die Trennung des Ehepaars nicht nur an den Ereignissen vom letzten Jahr festzumachen sein, sondern zu großen Teilen auch in dem Verhalten von Bettina Wulff begründet liegen.

Das bereits zwischen den beiden eine gehörige Distanz bestand, offenbarte auch der Auftritt beim Abtritt des Bundespräsidenten am 17. Februar 2012. Anstatt an der Seite von Christian Wulff zu stehen, stand Bettina Wulff im wahrsten Sinne des Wortes abseits von ihrem Mann. Sie begründete dies später damit, dass sie durch die Distanz ihre Eigenständigkeit betonen wollte. Auch wenn derzeit von einer Scheidung noch nicht die Rede ist, offenbart die räumliche Trennung dennoch das ganze Ausmaß der Tragödie der Familie Wulff.

Bild-Zeitung für Buch-PR genutzt

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Bettina Wulff sich ausgerechnet jener Zeitung für die PR ihres Buches bediente, die ihrem Mann letztlich durch die Medienkampagne zum Sturz verhalf. Die „Bild-Zeitung“ druckte über mehrere Tage Auszüge des Buches und demütigte damit indirekt Christian Wulff weiter. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass die Trennung des Ehepaars Wulff als erstes von der „Bild-Zeitung“ verkündet wurde. Nach offizieller Verlautbarung wollen beide Partner keine öffentlichen Statements zu dem Thema abgeben. Ob Bettina Wulff ein zweites Buch auflegen wird, indem sie ihre GefühlsHaltung nach der Trennung offenbart, bleibt derweil abzuwarten.

Mit Verlust des Amtes auch Anziehungskraft für Bettina Wulff verloren?

Christian Wulff indes dürfte in der ganzen Situation nur noch als tragische Figur zu bezeichnen sein. Dies gilt umso mehr, als dass von den ursprünglich gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu gut wie nichts hängen blieb. Es stellt sich daher berechtigterweise die Frage, ob Bettina Wulff weiterhin bei ihrem Mann geblieben wäre, wenn dieser noch Bundespräsident wäre? Da jedoch Verlierertypen aber offenbar keinen Sexappeal besitzen, scheint es nur eine logische Konsequenz zu sein, dass nunmehr auch die Ehefrau von Christian Wulff das Weite sucht.

Kehrt die verlorene Tochter zu Christian Wulff zurück?

Auch wenn in der heutigen Zeit kirchliche Werte nicht hoch im Kurs stehen, so gilt dennoch bei der Eheschließung der Satz “wie in guten so in schlechten Tagen.“ Offenbar scheint Christian Wulff jedoch mit dem Verlust des Amtes gleichzeitig seine Anziehungskraft für Bettina verloren zu haben. Eine moralische Bewertung steht indes aus, allerdings gilt es auch in der heutigen Zeit manchmal auf die Tugenden der Kirche zu hören und Probleme gemeinsam anzugehen statt bei auftretenden Schwierigkeiten direkt von der Fahne zu gehen. In diesem Zusammenhang ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn anzuführen, insofern wäre es gut, wenn es für Bettina und Christian Wulff am Ende vielleicht doch noch ein Happyend geben könnte.



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