Wirtschaft

EMI verkauft Musiksparte an Universal Music

Das in Großbritannien dotierte Majorlabel EMI hat angekündigt, die eigene Musiksparte der Tonträger (Tonträgerunternehmen EMI Music) für umgerechnet 1,4 Milliarden Euro (1,9 Milliarden Dollar) an Universal Music verkaufen zu wollen, die andere Hälfte des Geschäftes, das Geschäft der Veröffentlichung neuer Tonträger (Musikverlag EMI Music Publishing) soll an ein Konsortium, von Sony angeführt, für knapp zwei Milliarden Dollar verkauft werden. Das Unternehmen EMI wurde erst im Februar von der Citibank Group aufgekauft, da der vormalige Besitzer Terra Firma das Unternehmen nicht aus den roten Zahlen führen konnte.

EMI (Electric and Musical Industries Ltd) wurde 1931 in London gegründet, die Firma ging aus einer Fusion zwischen HMV und Columbia Records hervor. Im Zuge des zweiten Weltkrieges wandte sich die Firma der Entwicklung und Herstellung von Radaranlagen zu. Zu den bekanntesten Unterzeichnern bei EMI gehören Bands wie die Beatles, Queen und Pink Floyd, darüber hinaus zählen aktuelle Größen wie Coldplay, 30 Seconds to Mars, Beastie Boys, David Guetta oder Katy Perry.

Noch im Jahre 2007 kaufte Terra Firma die angeschlagene EMI für 4,2 Milliarden Pfund (4,9 Milliarden Euro) auf, schaffte es aber nicht das Geschäft wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Auch die Finanzkrise von 2008 setzte EMI immens zu. So kam die Citibank Group und kaufte EMI für 2,6 Milliarden Pfund (drei Milliarden Euro), nun scheint die Bank die wichtigsten Unternehmensbereiche verkaufen zu wollen.

So ist EMI Music Publishing der größte Musikverlag der Welt, hier schlummern über eine Million Titel im firmeneigenen Katalog. EMI Music hingegen war über 50 Jahre lang das größte Plattenlabel der Welt. Über 14.000 Musiker und Bands haben einen Vertrag bei EMI. Um zum weltweiten Marktführer Universal Group aufschliessen zu können, haben die Macher von EMI seit Jahren versucht, Warner Music aufzukaufen. Doch mit dem Erwerb von EMI Music festigt Universal Music seine Vormachstellung, Universal Music gehört dem französischen Unternehmen Vivendi. Knapp ein Viertel des weltweiten Musikmarktes kann man auf Universal buchen.

 

 



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