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Empfangsprobleme: Mobilfunkanbieter arbeiten am Netzausbau

In manchen Gebieten haben Nutzer von Mobiltelefonen immer noch Empfangsprobleme.

Häufig kann nicht telefoniert werden oder Telefonate brechen mitten im Gespräch ab.

Diesem Problem wollen die Netzbetreiber nun durch den Ausbau des Mobilfunknetzes entgegenwirken.

Milliardeninvestitionen in Mobilfunknetz

Es wird davon gesprochen, dass Investitionen in Milliardenhöhe in den Ausbau des Mobilfunknetzes einfließen sollen. Bisher sei noch nicht überall eine optimale Versorgung garantiert.

Laut Dirk Ellenbeck, Sprecher von Vodafone, seien die Mobilfunkanbieter vor allem im Grenzraum von den Genehmigungen der Bundesnetzagentur abhängig. Dort gelten internationale Regulierungsbeschränkungen.

Funklöcher an der Grenze zu Polen und Tschechien

Einer Analyse des Landkreises Görlitz zufolge, soll es sehr viele Funklöcher an der Grenze zu Polen und zu Tschechien geben.

Landrat Bernd Lange von der CDU erklärte zu Beginn des Jahres, dass sich in Bezug auf Empfangsstörungen in dieser Region bisher kaum etwas verändert habe.

Mobilfunkanbieter arbeiten am Netzausbau

Die Mobilfunkanbieter erklärten, dass sie weiterhin am Netzausbau in Ostsachsen arbeiten würden. Die Deutsche Telekom AG bietet laut eigenen Aussagen, eine bundesweit nahezu lückenlose Versorgung mit dem Mobilfunkstandard GSM.

Pressesprecher Georg von Wagner erklärte, dass das Unternehmen das Mobilfunknetz stets auf die neuen Anforderungen anpasse.

Die Telekom wolle noch in diesem Jahr im Landkreis Görlitz an 17 Standorten neue Sendestationen bauen oder alte durch neue ersetzen.

Die Entscheidungen des Unternehmens würden wirtschaftlichen Betrachtungen unterliegen, sagte von Wagner. Es gebe dementsprechend keine Notwendigkeit, das Mobilfunknetz in Waldgebieten großflächig abzudecken. Schließlich würde man Menschen versorgen und nicht Fuchs oder Hase, hieß es weiter.

Vodafone will vier Milliarden Euro investieren

Im Zeitraum von 2014 bis 2015 möchte Vodafone bundesweit etwa vier Milliarden Euro in den Netzausbau investieren. Das Mobilfunknetz soll für das zunehmende Datenvolumen vorbereitet werden, erklärte Vodafones Firmensprecher Dirk Ellenbeck.

In Sachsen sollen Funklöcher südöstlich von Löbau, um Rietschen, in Bad Muskau und im Vogland bei Treuen, geschlossen werden.

Auch außerhalb der Ballungsgebiete, unter anderem in Gegenden mit großen Waldgebieten, soll das Netz weiter ausgebaut werden, hieß es weiter. Durch die fast durchgehende Netzabdeckung solle sichergestellt werden, dass auch Waldarbeiter und Wanderer ihr Mobiltelefon unterwegs nutzen können.

Nicht überall lohnt sich der Einsatz von Sendestationen

Ellerbeck gab zu bedenken, dass es sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht lohnen würde, überall Sendestationen mit einer kompletten Bandbreite aller Technologien aufzustellen.

Im Vordergrund solle die Versorgung mit der Sprachtelefonie stehen.

2000 Mobilfunkstörungen im Landkreis Görlitz

Im Herbst 2012 hatte der Landkreis Görlitz etwa 2000 Mobilfunkstörungen zu beklagen. Zwei Monate lang funktionierte das mobile Telefonieren nur eingeschränkt.

Damals hieß es, dass die Hauptanbieter über das Problem informiert wurden. Nun scheinen die Mobilfunkanbieter endlich zu handeln.



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