Wirtschaft

Erdöl Afghanistan: China erhält Bohrlizenz in Afghanistan

Das Erdöl in so genannten Amu Darya Becken im Norden Afghanistans weckt Begehrlichkeiten, nun hat die Erdölfirma China National Petroleum Corporation (CNPC) eine Bohrlizenz erhalten und darf nach Erdöl suchen und fördern. Die entsprechenden Vereinbarungen wurden zwischen CNPC und dem afghanischen Kabinett beschlossen. Demnach darf das erdölhungrige China die vermuteten 87 Millionen Barrel Rohöl im Amu Darya Becken aufsuchen, bestätigte auch ein Sprecher des afghanischen Präsidialamtes.

Der Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Jahre in China hat auch die Nachfrage nach Erdöl drastisch steigern lassen. Die CNPC darf nun in Zusammenarbeit mit der afghanischen Watan-Group (Telekommunikation, Logistik, Wasser) nach entsprechenden Erdöllagerstätten suchen. Dies ist die erste Vereinbarung in Afghanistan zur Förderung von Erdöl. Die Konflikte der vergangenen 40 Jahre haben die Infrastruktur des Landes weitestgehend zerstört. Dennoch vermuten Analysten große Vorkommnisse von Rohstoffen in Afghanistan, Erdöl spielt dabei nur eine ebensächliche Rolle.

Vermutet werden große Lagerstätten von seltenen Erdmetallen, Kupfer und Eisen. Afghanistan ist reich an Bodenschätzen, doch bedingt durch die Sicherheitslage werden die meisten Rohstoffe gar nicht abgebaut. Der Schritt Chinas, als erstes Land ein Abkommen zur Förderung von Erdöl zu vereinbaren, werten Analysten nicht nur als wirtschaftliche Zusammenarbeit, sondern auch als Versuch, sich politisch in Afghanistan zu betätigen. Bislang hielt sich China aus den Wirren des Bürgerkrieges in Afghanistan zurück. Ob die CNPC in Afghanistan Erdöl wird fördern können, bleibt abzuwarten.



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