Versicherung & Vorsorge

Euro am Sonntag: PKV Testsieger 2012 für Beamte

Das Finanzmagazin „Euro am Sonntag“ hat in seinem Private Krankenversicherung Test 2012 PKV Tarife für Beamte und Beamtenanwärter einem Vergleich unterzogen und stellt die „besten privaten Krankenversicherungen“ aus dem Test in der jüngsten Ausgabe vor. Die PKV Testsieger 2012 sind mit der Universa Krankenversicherung, dem Deutschen Ring und der Halleschen Krankenversicherung keine Unbekannten. Bereits in 2011 konnten PKV Tarife dieser Krankenversicherer als Testsieger im Test 2011 hervorgehen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen privaten Krankenversicherung bleiben die PKV-Tarife für Beamte, sogenannte Beihilfetarife oder Beamtentarife der PKV, von der derzeitigen politischen Diskussion unberührt. Die Beihilfetarife müssen jedoch auch von Beamten seit Kurzem zum Premiumschutz aufgerüstet werden. Dies hat jedoch für die betreffenden Beamten den Vorteil, dass diese einen umfänglichen PKV-Schutz erhalten, der vielfach nur 30 bis 50 Prozent des Normaltarifs der PKV entspricht. Beamte können in der Regel wählen, ob sie der GKV oder der PKV beitreten wollen.

PKV Beamtentarife: Kostengünstiger Premiumschutz

Lediglich für Beamte mit vielen Kindern lohnt sich jedoch die GKV. Da Beamte im Gegensatz zu normal Versicherten in der PKV auch vielfach keinen Eigenanteil bezahlen müssen, ist für dieses Berufsklientel die PKV die ideale Versicherung. Beamte können sich ähnlich, wie andere PKV-Versicherte auch ihr individuelles Leistungspaket zusammenstellen. Diese Tarife verstehen sich hinsichtlich der PKV-Tarifstruktur als sogenannte Restkostentarife. Darunter verstehen Versicherungsfachleute die Lücke, die es zwischen der Beihilfezahlung für Beamte und der übrig gebliebenen Kosten zu schließen gilt. Vielfach nimmt die Versicherungswirtschaft von normalen PKV-Versicherten Abstand, weil deren Beitragzahlung zunehmend unsicherer erscheint. Beamte hingegen bieten hinsichtlich regelmäßiger Einkünfte eine hohe Sicherheit. Zudem gelten diese durch die ergänzenden Beihilfezahlungen als kostengünstiges Versicherungsklientel. Daher kann sich die PKV-Branche auch die um 30 bis 50 Prozent günstigeren Restkostentarife leisten und mit den Leistungen und Preisen werben.

Restkostentarife im PKV Test 2012

Die Zeitschrift „Euro am Sonntag“ hat die verschiedenen Anbieter für Beamtenrestkostentarife getestet. Dabei erhielten sechs PKV Tarife verschiedener Anbieter die Gesamtnote „sehr gut“. Darunter die Universa Krankenversicherung, der Deutsche Ring, die Hallesche Krankenversicherung, der Münchener Verein und die Alte Oldenburger. Mit 161, 58 Euro im Monat schnitt die Hallesche Krankenversicherung zudem unter den mit „sehr gut“ bewerteten Tarifen am günstigsten ab, gefolgt von dem Münchener Verein mit 167, 88 Euro Monatsbeitrag. Mit 225, 41 Euro war die Universa Krankenversicherung von den mit „sehr gut“ bewerteten Tarifen am teuersten, wobei die Universa Krankenversicherung noch einen Zweiten mit „sehr gut“ bewerteten Tarif anbietet, welcher aber mit 203,74 Euro immer noch weit über den günstigsten Angeboten liegt. Bei allen Tarifen der genannten Unternehmen entfällt eine Selbstbeteiligung. Beamte können also auch bezüglich der Leistungen und der jeweils zu entrichtenden Beiträge beträchtlich sparen. Dies kommt allein schon darin zum Ausdruck, als dass der teuerste getestete Tarif von der Mannheimer Krankenversicherung 320, 71 Euro pro Monat kostet und damit fast doppelt so teuer ist, wie der günstigste Tarif der Halleschen Krankenversicherung. Zudem ist beim teuersten Tarif die Gesamtnote der Beurteilung nur „befriedigend“. Es lohnt sich also als Beamter, den bisher zu entrichtenden Beitrag mit anderen Anbietern und deren Preisen zu vergleichen.



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