Finanzen & Recht

Euro erholt sich: Gefahr abgewendet

Der Euro scheint sich nach und nach von der Krise zu erholen. Eine wirtschaftliche Erholung in den angeschlagenen Ländern der Eurozone lässt jedenfalls darauf schließen.

Und auch Währungskommissar Olli Rehn scheint davon überzeugt zu sein, dass keine existenzielle Bedrohung mehr für die europäische Gemeinschaftswährung besteht.

Rettungsmaßnahmen für den Euro

Nach wie vor fragen sich die Länder der Eurozone, wie die Zukunft der Währungsunion und vor allem der Währung aussieht, die stark unter der Schuldenkrise gelitten hat, die im Jahr 2008 ihren Anfang nahm. Seit dem ist viel passiert. Man muss sich nur mal Griechenland, Spanien, Italien und Irland vor Augen führen.

Der Rettungsschirm beherrscht die Schlagzeilen zwar nicht mehr, ist aber aus den Nachrichten nach wie vor nicht wegzudenken, wobei hier auf den EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) der ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) folgte, der für die nötige monetäre Stabilität innerhalb der Eurozone sorgen soll. Die Rettungsmaßnahmen sollen nicht vergeben gewesen sein, so scheint es nun

Rehn in Davos zum Thema Euro

Der Euro ist gerettet. Zumindest, wenn man sich nach der Aussage von EU-Währungskommissar Olli Rehn richten kann, der natürlich beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos nicht fehlen durfte.

Eine existenzielle Bedrohung des Euro sei in Anbetracht der Schuldenkrise nicht mehr gegeben, sondern abgewendet worden. Dies sei laut Rehn unter anderem aufgrund der umfangreichen Rettungsmaßnahmen der Fall, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorangetrieben wurden. Dadurch sei im Jahr 2013 eine wirtschaftliche Erholung innerhalb der Eurozone zu sehen gewesen.

Reform des Bankensektors nicht genug

Wie das Handelsblatt berichtet, ging der EU-Währungskommissar ferner darauf ein, dass sich bereits in den letzten 18 Monaten eine wirtschaftliche Erholung bemerkbar gemacht hat, die auch in diesem Jahr anhalten werde. Diese Informationen steuerte Rehn laut Handelsblatt zum Thema der Reform des europäischen Bankensektors bei.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) war an dieser Debatte beteiligt, wies jedoch darauf hin, dass nicht allein der Bankensektor für die wirtschaftliche Leistung Europas von enormer Bedeutung wäre. Dies sei nur durch finanzielle Disziplin bei gleichzeitigen Strukturreformen zu schaffen. Schäuble hebt hier vor allem die geplante Bankenunion Europas hervor.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos

2014 fand das 44. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums vom 22. bis 25. Januar in Davos statt. Motto der diesjährigen Veranstaltung war „Die Neugestaltung der Welt: Konsequenzen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“.

Auf dem Weltwirtschaftsforum trifft sich jährlich die Prominenz aus nationaler und europäischer Politik und Wirtschaft. Auch zahlreiche Experten zu unterschiedlichen Thematiken und Journalisten werden jedes Jahr eingeladen, um die Weltwirtschaft zu besprechen und zu diskutieren.

Der Euro-Kurs weiterhin unklar

Schaut man derweil an die Devisenmärkte, so kann schon die Frage auftauchen, ob sich der Euro denn auf dem richtigen Kurs befindet.

Die EZB hält weiterhin an ihrer lockere Geldpolitik fest. Derzeit liegt der Euro stets bei ca. 1,35 – 1,36 US-Dollar.

Der Leitzins für den Euro-Raum liegt derzeit weiterhin bei einem Tiefststand von 0,25 Prozent, was einem Allzeit-Tief entspricht. Wie lange die EZB diesen Kurs noch beibehalten wird, ist schwer abzuschätzen. Die US-amerikanische Notenbank Fed hingegen geht allmählich wieder dazu über, den Dollar an die Leine zu nehmen, um die Währung so zu stärken.



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