Versicherung & Vorsorge

Europa: Private Krankenversicherung als Vorbild?

PKV als Vorbild für mehr Generationengerechtigkeit in Europa?

Die Private Krankenversicherung als Krankenversicherungsmodell zählt in der Europäischen Union als Vorbild, um den demografischen Ansprüchen in Zukunft gerecht und solidarisch entgegnen zu können. Dies ist das Ergebnis der Brüsseler Diskussionsrunde im Rahmen des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“.

Private Krankenversicherung kommt mit Altersrückstellungen ohne Steuermittel aus

Neben zahlreichen Entscheidungsträgern aus der Europäischen Gemeinschaft diskutierten dabei auch vier Vertreter des PKV-Verbandes und der Vizepräsident im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und zudem Mitarbeiter der Europäischen Parlamentes über die demografischen Herausforderungen der Zukunft.

Thomas Mann (CDU) Mitglied des Europäischen Parlaments und Vizepräsident des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten referierte hierbei über die Rolle der PKV und der Privaten Pflegeversicherung. In der Diskussionsrunde bestand Konsens darüber, dass nur mit einer stabilen Finanzierungsgrundlage und einer nachhaltigen Gesundheitspolitik den Anforderungen an eine alternde Gesellschaft entgegengetreten werden kann.

Nach Angaben der Diskussionsteilnehmer kann die Versicherungswirtschaft hierzu einen großen Beitrag leisten. Bereits vor kurzem verwies z.B. die Debeka Krankenversicherung auf stabile Beiträge im Alter unter ihren Tarifen.

PKV in Deutschland: Positives Beispiel für Europa?

Als positives Beispiel wurde die Private Krankenversicherung in Deutschland hervorgehoben, weil das Modell der Privaten Krankenversicherung Altersrückstellungen von mehr als 170 Milliarden Euro ermöglicht, ohne auf staatliche Mittel und damit den Steuerzahler zurückgreifen zu müssen. Damit trägt die PKV zur Generationensolidarität bei, so die Diskussionsteilnehmer.

Lenia Samuel, stellvertretende Generaldirektorin der Generaldirektion für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten in der EU-Kommission erklärte, warum das Europäische Themenjahr so bedeutend sei und dass es wichtig sei, eine effektive Strategie zu finden, um den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft erfolgreich entgegentreten zu können.

Mehr Vorsorge fürs Alter gefordert

Samuel appellierte an die EU-Mitgliedsstaaten, mehr präventive Maßnahmen für die Versorgung im Alter sowie die Altersvorsorge zu treffen. Dazu gehöre auch, das Thema in die öffentlichen Diskussion einzubringen.

Thomas Mann unterstrich die Bedeutung von Generationengerechtigkeit und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik. Eingeladen zu der Veranstaltung hatten der Verband der Privaten Krankenversicherung, die Association of British Insurers (ABI), der Versicherungsverband Österreich (VVO) sowie die Fédération Francaise des Sociététes d’Assurances (FFSA). Durch das Europäische Themenjahr möchte die Europäische Kommission die demografischen Probleme in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion rücken und dabei nach konstruktiven Lösungen suchen, die die Generationen und damit auch dem solidarischen Zusammenhalt der kompletten Gesellschaft ermöglichen.

Wie wichtig das Thema für die Zukunft wird, lässt sich auch daran ablesen, dass neben den Problemen der Finanzierbarkeit des Alters auch die Frage der Pflegebedürftigkeit im Alter zunehmend zum Problem innerhalb der EU wird. Dazu kommt ein EU-weiter Pflegekräftemangel, der auch bedingt ist durch den demografischen Wandel. Hier strengen alle Parteien im Deutschen Bundestag eine Reform der Pflegeversicherung in Deutschland an.



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