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Facebook: Fehler blockierte Webseiten

Auf vielen Internetseiten lassen sich mittels des Facebook-Accounts Anmeldungen durchführen. Nun hat jedoch ein Fehler bei Facebook dazu geführt, dass Internetseiten für Facebook-Nutzer nicht mehr erreichbar waren. Wer beispielsweise in der Nacht auf Freitag die Internetseiten des US-Fernsehsenders CNN sowie NBC aufrufen wollte, sah lediglich eine Facebook-Fehlermeldung.

Auch die Internetseite der „Washington Post“ und die Internetportale „Gawker“ und „Buzzfeed“ ließen sich nicht mehr anklicken. Vielmehr erschienen auf den entsprechenden Seiten die Fehlermeldung „Bitte versuchen Sie es später noch einmal“. Die Schuld für die Nichterreichbarkeit der Internetseiten trifft wohl Facebook.

Schnittstellenfunktion als Fehlerquelle

Weil die Internetseiten Funktionen nutzen, die es den Lesern erlauben, Artikel mit einem “Daumen hoch-Symbol“ zu bewerten und mit Freunden zu teilen, sorgte die Schnittstelle von Facebook offenbar dazu, dass es zu der Fehlermeldung kam. Facebook selbst gab an, den Fehler schnell wieder behoben zu haben. Nach Angaben des sozialen Netzwerkes würde der Login über Facebook wieder wie zuvor funktionieren. NBC teilte mit, dass die eigene Internetseite rund 15 Minuten nicht erreichbar gewesen sei.

Andere Internetseiten waren noch bedeutend länger nicht erreichbar. Der Vorfall offenbart, wie sehr sich Internetseitenbetreiber von Facebook abhängig machen. Eine US-Webseite titelte denn auch “ Facebook hat das Internet kaputt gemacht“.

Internetnutzer: „Dachte Virus geladen zu haben“

Auf „Buzzfeed“ schrieb ein Nutzer, dass er der Ansicht gewesen sei, einen Virus auf den PC geladen zu haben. NBC erwog offenbar sogar bei einer länger andauernden Störungen die Facebook-Funktion abzuschalten. Wie eine Facebook-Sprecherin mitteilte, gab es keine Anzeichen dafür, dass der Fehler in Deutschland aufgetreten sei.

Der Fehler fand zu einer Zeit statt, in der in Deutschland tiefe Nacht gewesen ist. In den USA waren nur Nutzer betroffen, die auch bei Facebook eingeloggt gewesen sind. Wer hingegen kein Profil bei Facebook hatte oder aber sich zuvor ausgeloggt hatte, konnte die Internetseiten ohne Schwierigkeiten erreichen. Experten gehen derweil davon aus, dass sich zunehmend Internetnutzer von dem sozialen Netzwerk abhängig machen.

Drohen Facebook zukünftig Schadenersatzzahlungen?

So würde vielfach die Schnittstelle zum sozialen Netzwerk dazu führen, dass Daten auch von Drittseiten an das soziale Netzwerk weitergegeben würden. So könnte Facebook beispielsweise das Nutzerverhalten dritter Internetseiten erspähen. Sollte sich ein derartiger Fehler in absehbarer Zeit wiederholen, so dürften die betroffenen Webseitenbetreiber auch eine Schadensersatzklage gegen Facebook erwägen.

Auch in Deutschland lassen sich immer mehr Internetseiten über den Facebook-Account aufrufen beziehungsweise Neuanmeldungen bei Dienstleistern lassen sich mittels des Facebook-Accounts schnell und einfach bewerkstelligen. Das jedoch unter Umständen einer einfache Anmeldungen fatale Folgen haben kann, zeigte der jüngste Vorfall aus den USA.



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