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Facebook: Junge Menschen mögens immer weniger

Einer aktuellen Studie nach zu urteilen, nimmt die Attraktivität von Facebook bei jüngeren Leuten in den USA deutlich ab.

Die Studie belegt, dass viele Nutzer des sozialen Netzwerkes sich eine bewusste Auszeit nehmen. Insbesondere jüngere Menschen verspüren demnach diesen Drang.

Die in den Vereinigten Staaten von Amerika durchgeführte Studie belegt, dass immer mehr junge Personen sich bewusst eine längere Pause von mehreren Wochen von dem sozialen Netzwerk nehmen.

Vielfältige Gründe für eine Auszeit von Facebook

Obwohl die Gesamtzahl der Nutzer von September 2009 in den Vereinigten Staaten von 47 Prozent der insgesamt regelmäßig im Internet surfenden Erwachsenen auf nunmehr 69 Prozent an registrierten Mitgliedern bei Facebook gestiegen ist, haben sich 61 Prozent der Facebook-Nutzer eine längere Auszeit genommen. 20 Prozent der Befragten waren demnach bei einem der sozialen Netzwerke bereits registriert, nutzen dieses aber nunmehr überhaupt nicht mehr.

Insgesamt wurden in einer Telefonbefragung 1006 erwachsene Facebook-Nutzer zu Ihrem Surf-Verhalten befragt. Die Studie belegt zudem, dass die Gründe für die aktive Pause von den sozialen Netzwerken vielfältig sind, ebenso die Entscheidung dafür, sich von den sozialen Netzwerken gänzlich zurückzuziehen.

An erster Stelle wurde Zeitmangel genannt, erst dann folgt mangelndes Interesse. Als weiterer wichtiger Grund wurde genannt, dass Facebook und andere soziale Netzwerke reine Zeitverschwendung darstellen würden.

Viele finden Facebook langweilig

Zudem gaben viele der jungen Leute an, dass Facebook langweilig sei. 59 Prozent der Befragten gaben hingegen an, dass Facebook ebenso wichtig sei wie vor einem Jahr. 28 Prozent der Befragten gaben jedoch an, dass es weniger wichtiger sei als vor einem Jahr.

Lediglich 12 Prozent antworteten, dass Facebook eine größere Bedeutung gewonnen habe als im letzten Jahr. Bemerkenswert ist, dass der Personenkreis, der sich bewusst eine Auszeit nimmt in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen liegt. Lediglich drei Prozent dieser Altersgruppe will zukünftig mehr Zeit in dem sozialen Netzwerk verbringen.

Übersättigung bei Facebook stattgefunden?

27 Prozent hingegen möchten zukünftig weniger Zeit in dem sozialen Netzwerk verbringen. 69 Prozent der Befragten wollen genauso viel Zeit wie bisher bei Facebook verbringen. Facebook selbst liefert zu dem Nutzerverhalten und zu den demografischen Zahlen keine Angaben.

Insofern bietet die aktuelle Studie aus den USA hinsichtlich des Nutzerverhaltens interessante Anhaltspunkte. Demnach dürfte sich ähnlich wie bei Apple ein Trend weg von dem einstigen Hype-Produkt ergeben. Dies dürfte letztlich auch mit einer Übersättigung bezüglich der jeweiligen Angebote zu tun haben.

Ob sich das Nutzerverhalten auf anderen Kontinenten beispielsweise in der Europäischen Gemeinschaft von denen der Nutzer in den Vereinigten Staaten von Amerika unterscheidet, könnte eine Vergleichsstudie für die EU zeigen.



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