Technik

Facebook und Samaritans wollen künftig Selbstmorde verhindern

Das größte soziale Netzwerk Facebook will in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Samaritans künftig helfen, Selbstmorde zu verhindern, zu mindestens in den USA soll demnächst das Projekt anlaufen. Demnach können besorgte Freunde eines möglichen Selbstmordkandidaten diesen markieren, anschließend verbinden sich direkt Sozialarbeiter von Samaritans durch das Facebook-eigene Chatsystems mit diesem. In einem Gespräch soll der potentielle Selbstmörder von seinem Vorhaben abgebracht werden. Schon seit März 2011 befindet sich das Projekt in der Betaphase. Für Aufsehen sorgten Fälle aus den USA und Großbritannien von Jugendlichen, die sich über Facebook zum gemeinsamen Selbstmord verabredet hatten.

Facebook hat zudem eine Zusammenarbeit mit der National Suicide Prevention Lifeline (eine Organisation des US-Gesundheitsministeriums zur Verhinderung von Suizid) angekündigt, auch hier können Menschen sich direkt über den Instant Messenger mit entsprechenden Sozialarbeitern verbinden lassen. Bislang greifen monatlich bis zu 70.000 Nutzer in den USA auf dieses Angebot zurück. Laut Lifeline kündigen bis zu 50 Menschen (meist Jugendliche) täglich auf Facebook ihren Selbstmord an, darunter auch viele ernstgemeinte Absichten. Doch die Dunkelziffer dürfte weit höher ausfallen.

Die Samaritans, die erste Organisation die auch online eine Präventionsarbeit anbietet, verweist auf den Umstand, dass man nur mit Spendenmitteln arbeite, dementsprechend seien die Ressourcen begrenzt. Ein Angebot in Großbritannien wird erwogen, doch für andere Länder zeichnet sich kein entsprechendes Angebot ab. Eine entsprechende Organisation in Deutschland, wie in den USA und in Großbritannien (wo etliche Organisation zum Teil staatlich gefördert werden, mitsamt Krisen-Hotline, Beratungsangeboten etc.), ist bislang nicht bekannt, doch gibt es hier Hilfsangebote bei Depressionen (z.B. Stiftung Deutsche Depressionshilfe).



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