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Fenerbahce erhebt Einspruch gegen Ausschluss aus Champions League

Der Fußballverein Fenerbahce hat bei der UEFA Einspruch gegen den Ausschluss aus der diesjährigen Champions League erhoben, die UEFA hatte diesen gestern bekannt gegeben, nachrücken darf Vizemeister Trabzonspor. Grund für den Ausschluss aus der CL ist der Manipulationsskandal in der türkischen Liga, in der vergangenen Saison sollen 19 Ligaspiele verschoben worden sein, Fenerbahce soll die Meisterschaft mehr erkauft als erspielt haben. Vereinspräsident Aziz Yildirim befindet sich trotz  seines angeschlagenen Gesundheitszustandes seit Wochen in der Untersuchungshaft, nun hat Vizepräsident Nihat Özdemir seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Der türkische Fußballverband TFF habe auf Druck der UEFA gehandelt, so ein Ligavertreter vor dem türkischen Nachrichtensender N-TV. Demnach habe die UEFA angedroht, die Türkei und deren Mannschaften acht Jahre aus europäischen Turnieren auszuschließen. Im April hatte das türkische Parlament ein Strafgesetz für manipulierte Spiele erlassen, nach dem Sieg der Meisterschaft geriet Rekordmeister Fenerbahce ins Visier der Fahnder. Bislang gab es über 80 Festnahmen, der Start der Liga wurde um einen Monat auf den 9. September verschoben.

Pikant ist dabei, dass die Ermittlungen noch laufen, konkrete Beweise für Spielmanipulationen bleiben bislang aus. Bei einem Nachweis droht Fenerbahce ein Zwangsabstieg. Aber auch andere Mannschaften sollen Spieler bestochen haben, so gibt es Gerüchte wonach auch Trabzonspor betroffen sein könnte. Eigentlich hätte Trabzonspor ein Qualifikationsspiel zur Europa League gegen Athletic Bilbao austragen müssen, die UEFA gibt nun bekannt dass Bilbao automatisch qualifiziert sei.

Wie sich die Situation noch entwickeln wird, ob Fenerbahce wirklich wie behauptet Spiele manipuliert hat, bleibt noch offen, die türkische Justiz ermittelt noch. Der Ausschluss aus der CL scheint voreilig, obschon die nationalen Verbände ihre Mannschaften bis zum 31. August anmelden müssen.



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