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Flug MH 370: Nun soll ein Mini-U-Boot das Wrack suchen

Über einen Monat ist es nun her, dass Flug MH 370 vom Radar verschwand. Immer noch wurde das Flugzeug nicht gefunden.

Mutter eines Insassen von Flug MH 370: „Einfach nur zu Gott beten“

Während Fachleute fest davon überzeugt sind, dass die Boeing in den Tiefen des Indischen Ozeans versunken ist, glauben Angehörige der Insassen immer noch an ein Wunder. So sagte die Mutter des Chef-Steward Andrew Nari, Catherine Tamoh Lion, “ich bete einfach zu Gott.“ Seit nunmehr fast 40 Tagen ist das Flugzeug wie vom Erdboden verschluckt. Nachdem mehrere Flugzeuge angebliche Trümmerteile gesichtet haben wollen, hatten sich diese im Nachhinein als Treibgut oder sonstiger Müll herausgestellt. Auch angeblich aufgefangene Signale der Blackbox haben sich letztlich als falsch herausgestellt.

Mini-U-Boot braucht zwei Stunden bis zum Meeresgrund

Nun soll ein Mini-U-Boot mit Namen “Bluefin-21“ das Wrack in den Tiefen des Ozeans suchen. Die Blackbox dürfte indes keine Signale mehr senden, da diese maximal eine Batterie-Kapazität für 30 Tage besitzt. Der Einsatzleiter der Mission geht derweil davon aus, dass es sehr lange dauern könnte, bis das U-Boot Wrackteile finden wird. Vorsichtig gedeutet wird indes eine neue Ölspur im Meer, die angeblich auf das vermisste Flugzeug hinweisen soll. Das U-Boot braucht rund zwei Stunden bis es auf dem Grund des Meeres ist und soll dann jeweils 16 Stunden lang den Boden nach Wrackteilen absuchen. Hierbei benutzt das Unterwasserfahrzeug ein spezielles Sonar-System. Wenn die Suche pro Tauchgang beendet ist, dauert es knapp zwei Stunden bis das Boot wieder an die Oberfläche gelangt und dann braucht es knapp vier Stunden um die Daten auszuwerten und die Batterien erneut aufzuladen.

Neue Ölspur entdeckt

Als Transportbasis und Datenstation dient das australische Schiff “Ocean Shield“. “Ocean Shield“ hatte mögliche neue Spur im Meer entdeckt. Die Ölspur wurde am Sonntagabend gesichtet. Bisher ist allerdings unklar, woher das Öl genau stammt. Experten haben eine Ölprobe entnommen, um feststellen zu können, ob das Öl möglicherweise mit dem verwendeten Öl in der vermissten Maschine identisch ist. Das neue Suchgebiet umfasst dabei eine Größe von rund 47.000 Quadratkilometern. Das Suchgebiet liegt ungefähr 2300 Kilometer von der australischen Stadt Perth entfernt. Damit ist das Suchgebiet in etwa so groß wie die Niederlande. Bei einem Einsatz kann “Bluefin-21“ knapp 40 Quadratkilometer absuchen. Um das gesamte Gebiet vollends absuchen zu können, bräuchte das Unterwasserfahrzeug rund drei Jahre. Auch das deutsche Geomar in Kiel besitzt ein ähnliches Unterwasserfahrzeug. Dieses war ebenfalls im Gespräch, als es um die Suche nach der vermissten Boeing 777 ging. Trotz aller Mutmaßungen, bislang weiß niemand, ob überhaupt im richtigen Gebiet gesucht wird.



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