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Flughafenausbau München: Bayrische Wirtschaft ratlos

Das Ergebnis des Bürgerentscheides rund um den Flughafenausbau München hat die bayrische Wirtschaft geschockt. So sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, dass das Ergebnis ein schwarzer Tag für den Wirtschaftsstandort Bayern darstellt. Kurzfristig seien Imageverluste, mittelfristig Wachstumsverluste die Folge und langfristig stelle sich sogar die Existenzfrage, so Brossardt weiter.

Ausbaugegner: Gesunkene Fluggastzahlen

Aufgrund der Drehkreuzfunktion und der globalen Wirtschaft benötige Bayern unbedingt einen Flughafen mit guter Infrastruktur. Auch der Flughafenchef Micahel Kerkloh ist verärgert.

Rund 54 Prozent der Wähler hatten am Sonntag gegen den weiteren Flughafenausbau gestimmt. Der Ausbau würde mit rund 1,2 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Die Gegner begründeten ihr „Nein“ zum Ausbau derweil damit, dass durch gesunkene Fluggastzahlen ein Ausbau nicht notwendig sei.

Fortgang des Projektes frühestens in fünf Jahren

Durch die Entscheidung des Bürgerentscheides wird der Ausbau nun mindestens für fünf Jahre verhindert. Erst danach kann sich die Politik wieder dem Fortgang des Projektes widmen, es sei denn ein weiteres Bürgerbegehren und ein anschließender Bürgerentscheid blockiert das Projekt abermals für weitere fünf Jahre.

Landesregierung: Politik will am Projekt im Sinne der Wirtschaft festhalten

Die bayrische Landesregierung hat derweil bereits die Bedeutung des Ausbaus betont und klargestellt, dass die Landesregierung auch zukünftig an dem Projekt weiter festhalten will.



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