Geld & Investment

Fonds, Zinsen und CFD in Zeiten der Finanzkrise

Fonds, Zinsen und CFD sind Begriffe, welche im täglichen Wirtschaftsverkehr vielfach als Namen fallen. Was aber genau verbirgt sich dahinter? Wie kann der Anleger das bestmögliche Ergebnis für seine Geldanlage in Zeiten der Finanzkrise erzielen?

Der Fonds: Gestreute Risiken

Unter einem Fonds versteht man eine Anlageform, welche das Vermögen der Anleger sammelt und es in einem Sondervermögen, dem sogenannten Investmentfonds anlegt. Der Investmentfonds kann bezogen sein auf einen speziellen Anlagebereich oder auf mehrere Anlagebereiche. So kann der Investmentfonds aus Anlagen bestehen, welche branchenübergreifend nur in Europa, den USA oder in Schwellenländern investiert. Auch reine Branchen- oder Rohstofffonds sind möglich. Vielfach wird zudem zwischen Fonds mit mittlerem und langfristigem Anlagehorizont unterschieden. Daneben gibt es Rentenfonds, welche als risikoarm gelten und vor allem in festverzinsliche Wertpapiere investieren. Auch Immobilienfonds sind eine mögliche Anlageform. Hierbei wird der Gewinn aus den Vermietungen der im Fonds verwalteten Immobilien erzielt. Bei den übrigen, zumeist in Aktien angelegten Fonds, wird der Gewinn durch Aktienkursschwankungen erzielt. Der Vorteil einer Fondsanlage besteht darin, dass das Risiko im Gegensatz zu einer reinen Aktienanlage gestreut wird. Dies ist deshalb der Fall, weil die im Fonds befindlichen Aktienanlagen unterschiedliche Kursentwicklungen aufweisen, die insgesamt das Risiko von Verlusten minimieren, weil Verluste von Einzelwerten durch Gewinne bei anderen im Fonds befindlichen Aktien aufgefangen werden. Fachleute sprechen in diesem Fall von der Diversifikation (Streuung) des Risikos.

Offene und geschlossene Fonds

Der Vorteil von Fonds liegt darin, dass diese börsentäglich verfügbar sind. Fonds können daher gehandelt werden wie Aktien. Weil Fonds vielfach in Aktien anlegen unterliegen diese auch den entsprechenden Kursschwankungen, woraus die Gewinne der Fonds resultieren. Durch den Kauf eines Fondsanteils wird der Anleger Miteigentümer des Fondsvermögens. Daraus resultieren Ansprüche auf Gewinnbeteiligung und Rückgabe der Anteilsscheine zum jeweils festgelegten Rücknahmepreis. Bei den Fonds werden offene von geschlossenen Fonds unterschieden. Während offene Fonds von jedem an der Börse erworben werden können und jederzeit zurückgegeben werden können, unterliegen geschlossene Fonds bestimmten Bedingungen. Die Anteile sind nicht frei verfügbar und besitzen vielfach eine festgelegte Laufzeit. Insbesondere im Bereich der Immobilienfonds, aber auch im Bereich der Logistikfonds sind geschlossene Fonds stark vertreten.

Fonds: Ausgabeaufschlag und Kosten

Fondsgesellschaften erheben beim Kauf oftmals einen Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag beträgt durchschnittlich fünf bis sechs Prozent des Fondsanteilpreises. Bei einem Fondspreis von 100 Euro muss der Anleger bei einem Ausgabeaufschlag von vier Prozent somit 104 Euro für den Erwerb eines Anteilsscheines bezahlen. Daneben gibt es auch Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Die Fondsgesellschaften erheben stattdessen vielfach eine höhere jährliche Verwaltungsgebühr. Fondsanteile können über Banken, Fondsvermittler oder bei den Fondsgesellschaften selbst erworben werden. Der jeweilige Fondskurs ist sowohl in den Tageszeitungen im Wirtschaftsteil oder aber im Internet einsehbar. Dabei wird zwischen dem Ausgabepreis und dem Rücknahmepreis unterschieden. Gerade in Zeiten der Finanzkrise stellt das Investment in Fonds eine risikoarme Variante der Anlage dar. Obgleich auch bei Fonds Kursschwankungen zu erwarten sind, sind diese jedoch im Gegensatz zu Einzelaktien durch die Risikostreuung geringer.

Der mögliche Zinsgewinn bei Fonds

Langfristig profitiert der Kunde neben den Kursgewinnen vor allem durch den Zinsgewinn. Jährlich wird das aktuelle Vermögen der Fonds verzinst. Dies geschieht dadurch, dass der Kursgewinn erneut in Fondsanteile angelegt wird, wodurch erneut Gewinne möglich sind. Diese Art der Anlage nennt sich thesaurierende Anlage. Daneben gibt es auch Sparmodelle, in denen die Zinserträge jährlich ausbezahlt werden. Bei einem guten Kursverlauf können die Zinsen somit sehr gut ausfallen. In schlechten Kurszeiten fallen diese geringer aus. Da aber eine Fondsanlage stets mittelfristig oder langfristig zu betrachten ist, fällt über einen längeren Zeitraum vor allem bei der thesaurierenden Anlagevariante der Zinsesszinseffekt zum Teil sehr deutlich aus. Eine Alternative zum Fonds ist in Bezug zur Zinszahlung das Tagesgeldkonto. Hierbei bieten die Banken insbesondere im Zuge der Wirtschaftskrise jedoch vielfach nur sehr geringe Zinssätze an. Deshalb lohnt sich eine Fondsanlage eher.

Fonds: Risikoarme Anlage in Zeiten der Wirtschaftskrise

Dies gilt auch in der Zeit einer Wirtschaftskrise, da diese irgendwann wieder überwunden ist. Insbesondere bei regelmäßigen Anteilskäufen kann in schlechten Zeiten ein Fondsanteil günstig erworben werden und somit das Fondsvermögen prozentual im Gegensatz zu hohen Kursen schneller ansteigen. Insofern kann eine Krise, wie sie derzeit herrscht, für eine langfristige Anlage wie einen Investmentfonds ein lukratives Langzeitinvestment darstellen.

CFD: Der Hebel zum Gewinn oder Totalverlust

Daneben gibt es eine Anlageform, die sich mit CFD abkürzt und ausgeschrieben „Contract for Difference“ bedeutet. Hierbei handelt es sich um eine laufzeitunabhängige Vereinbarung im Hinblick auf einen Barausgleich. Dieser stellt die Differenz zwischen dem Verkaufs- und Kaufpreis dar. Dadurch wird die genaue Kursentwicklung des zugrundeliegenden Basiswertes nachempfunden, ohne dass der hierzu eigentlich notwendige Kapitaleinsatz aufgebracht werden muss. Der Gewinn wird durch das Spekulieren mit der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis erzielt. Hierbei ist ein sogenanntes „Real-Time-Trading“ möglich, dass bedeutet, die Positionen können in Echtzeit gehandelt werden. Vielfach funktioniert dies über sogenannte Online-Broker, welche extra Tradingkonten anbieten. Beim CFD-Handel wird mit der sogenannten Hebelwirkung gearbeitet. Das bedeutet, mit einem geringen Einsatz sind überdurchschnittlich hohe Gewinne zu erzielen. Im Gegensatz dazu sind aber auch Totalverluste möglich. Der CFD-Handel ist somit nur etwas für sehr risikoreiche Anleger. Insbesondere sollten immer nur 10 bis maximal 20 Prozent des freie verfügbaren Vermögens in Form von CFD-Kontrakten gehandelt werden. Neben Rohstoffen wird beim CFD-Handel vor allem mit Währungsschwankungen spekuliert. In Zeiten der Finanzkrise empfiehlt sich der CFD-Handel nur für sehr risikobewusste Anleger. Zudem gehört viel Erfahrung zu dieser Art der Anlageform.



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