Geld & Investment

Fondssparen: Neue Zahlen zu den Renditen lassen aufhorchen

Wie das statistische Bundesamt mitteilt, legten die Bundesbürger im ersten Quartal 2012 etwa 14,4 Prozent des Einkommens als Sparbeitrag an die Seite. Dies entspricht einem Prozentsatz, der höher liegt als in den meisten europäischen Staaten.

Viele der angelegten Gelder liegen auf Sparkonten mit einer sehr niedrigen Verzinsung. Selbst gute Tagesgeldkonten bieten angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase nur wenige Prozentpunkte an Rendite. Für kurzfristige Anlagen mag sich die Anlageform des Tagesgeldes eignen. Wie aber verhält es sich mit Langfristinvestments, ab einem Zeitraum von fünf Jahren? Für diese Gruppe von Sparern empfehlen sich Fondssparpläne als Alternative zum herkömmlichen Sparvertrag.

Fondssparen verteilt Anlagerisiko auf mehrere Unternehmen

Die Vorteile des Fondssparens liegen auf der Hand. So kann der Sparer von der Entwicklung an der Börse profitieren. Im Gegensatz zu einer Einzelanlage wird bei einem Aktienfonds das Anlagerisiko jedoch auf mehrere Gesellschaftsinvestments verteilt, die alle zusammen letztlich den jeweils aufgelegten Fonds bilden.

Dadurch ist das Anlagerisiko vermindert, denn wenn eine Gesellschaft einen Verlust ausweist oder sogar in die Insolvenz muss, können die anderen im Fonds vorhandenen Unternehmen diesen Verlust durch eine gute Gewinnlage kompensieren. Daneben profitiert der Sparer vom Zinseszinseffekt. Einmal jährlich werden die Gewinne entsprechend den vorhandenen Fondsanteilen auf die Anleger verteilt. Dabei gibt es entweder die Möglichkeit die Gewinne auszahlen zu lassen oder aber, was bei einem Sparvertrag sinnvoller ist, wieder in Fondsanteile anzulegen.

Cost Average Effekt wirkt sich bei langen Ansparphasen positiv auf die Fondsrendite aus

Dadurch kommt dem Anleger langfristig der sogenannte Cost Average Effekt zugute, der im Idealfall, zusammen mit dem Zinseszinseffekt eine Performance von bis zu 10 Prozent und in Einzelfällen auch mehr bewirken kann. Der Zinseszinseffekt kommt insbesondere beim monatlichen Sparen zum Tragen. Anders als ein Anleger, der eine Summe einmal zu einem festgelegten Kaufpreis anlegt, hat der Ratensparer die Möglichkeit von höheren und günstigeren Fondspreisen zusätzlich zu profitieren.

Diese jeweiligen Kostenschwankungen werden letztlich als Cost Average Effekt bezeichnet. Wer beispielsweise 30 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen Fondssparplan mit einer Rendite von durchschnittlich 5,9 Prozent anlegte, konnte am Ende über ein Vermögen von 96253 Euro verfügen. In aller Regel fallen Depotgebühren an und zusätzlich beim beim Kauf sogenannte

Fondsanlage erst ab einem Anlagezeitraum von 25 Jahren lohnenswert?

Direktbanken wie die DAB, Cortol Consors oder die ING-Diba oder Maxblue bieten allerdings mittlerweile kostenlose Depots an. Fonds lohnen sich allerdings nur dann, wenn ein Mindestanlagezeitraum berücksichtigt wird. Soweit die Theorie, die aktuelle Börsenentwicklung offenbart jedoch ein anderes Bild. Demnach rechnen sich Aktienfonds erst nach 25 Jahren. Nach 20 Jahren lag demnach die Rendite bei nur 3,5 Prozent.

Nach 30 Jahren werden seitens des Fondsverbandes BVI Renditen von nur 4 Prozent angegeben. Bei Zeiträumen unter zehn Jahren wurde sogar ein Verlust von acht Prozent seitens des BVI angegeben. Allerdings bezeichnet der BVI mit dieser mageren Ausbeute europäische Aktienfonds. Rohstofffonds oder deutsche Aktienfonds stehen indes besser dar.

Wer genau wissen will, was ein Fonds an Rendite erwirtschaftet, sollte sich online bei Fondsvergleichsportalen oder auf den Kursseiten der Banken informieren. Dort werden auch die aktuellen Entwicklungen der Fonds über bestimmte Zeitreihen dargestellt.



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