Wissenschaft

Forscher entwickeln erstmals künstliche DNA in einem Gesamtorganismus

Einem Forscherteam der Cambridge Universität aus Großbritannien ist eine Sensation gelungen, erstmals haben Wissenschaftler künstliche DNA erschaffen. Mit dieser Technik könnte man Organismen Atom für Atom kontrollieren, schwärmen die Forscher. Die Ergebnisse ihrer erfolgreichen Studie wurden nun im US-Fachmagazin „Journal of the American Chemical Society“ veröffentlicht. Die komplett neu erstellte DNA wurde an Fadenwürmern der Gattung Caenorhabditis elegans vorgenommen, die eine Länge von einem Millimeter aufweisen.

Die Fadenwürmer der Gattung Caenorhabditis elegans bestehen aus ungefähr 1000 Zellen. Den Würmern wurden veränderte DNA-Sequenzen eingepflanzt, die in der Natur so nicht vorkommen. Die DNA gilt als Bauplan der Organismen, im Wesentlichen werden durch biomolekulare Vorgänge Proteine an den DNA-Strängen (oder RNA-Strängen) gebildet. Dabei werden so genannte Aminosäuren genutzt, in der Natur kennt man bislang lediglich 20 verschiedene Aminosäuren, aus diesen werden tausende Proteine gebildet. Nun wurde in der Studie eine 21. Aminosäure entworfen, ein Novum in der Wissenschaft.

Damit könnten in Zukunft komplett neue Proteine, die in der Natur nicht vorkommen, künstlich hergestellt werden, die Anwendungsgebiete wären sehr groß. Bislang gelang der Wissenschaft ein ähnlicher Coup bei Bakterien der Gattung E. coli, oder bei einzelnen Zellen, doch eine Veränderung in einem komplexen Organismus kommt einer Sensation gleich.

 

 

 



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