Wirtschaft

Fragwürdige Beitragserhöhung des ADAC

Der Automobilclub ADAC kommt in diesen Tagen einfach nicht zur Ruhe.

Nach aktuellen Medienberichten, soll der Automobilclub wohl auch bei der ohnehin fragwürdigen Beitragserhöhung geschummelt haben.

Auf einer Bilanzpressekonferenz im Juni 2013 begründete ADAC-Präsident Meyer diesen Schritt aufgrund einer extremen Kostensteigerung sowie einem rückläufigen Mitgliederzuwachs. Daher rechne der ADAC e. V. für das Jahr 2013 mit einem Verlust von knapp neuen Millionen Euro.

Nach Insider Informationen lag der Mitgliederzuwachs in den ersten neuen Monaten 2013 mit 437.720 neuen Mitgliedern um ca. 26,5 Prozent über der internen Planung. Sollten sich diese Informationen Bewahrheiten währe das ein weiterer Schlag für die angeschlagene Glaubwürdigkeit des Automobilclubs ADAC e. V.

Erste Beitragserhöhung nach 10 Jahren

Nach Meinung von Experten waren die Argumente von ADAC Präsident Meyer für die erste Beitragserhöhung seit 10 Jahren zum 01. Januar 2014 sehr fragwürdig und wenig standfest. Genau Gründe für die Kostensteigerung wollte Meyer auf der Bilanzpressekonferenz im Juni 2013 nicht nennen.

Der Jahresbeitrag für die Basis-Mitgliedschaft wurde um 4,50 Euro auf 49,00 Euro angehoben bei der ADAC-Plusmitgliedschaft waren es ganze 10,00 Euro auf aktuell 89,50 Euro. Für diese Preisanhebung wurde den Mitgliedern ein größeres Leistungspaket versprochen.

Experten verfolgen mit großer Spannung wie der höhere Beitrag und die versprochene Erhöhung des Leistungsumfanges zukünftig im Gleichgewicht zueinander stehen werden.

ADAC besitzt Eigenkapital in Milliardenhöhe

Im Zusammenhang mit der geplanten Beitragserhöhung legte ADAC Präsident Meyer sehr großen Wert darauf, dass der ADAC eine finanzstarke und unabhängige Organisation sein müsse. Nur so könne sich der ADAC finanziell vollkommen unabhängig für die Interessen der Verbraucher einsetzen.

Einen Zugriff auf die eigenen Finanzreserven sollte zum Beispiel ein internes Instrument des ADAC nicht mehr kostendeckend arbeiten, wurde von Meyer abgelehnt. Ein Zugriff auf die Eigenkapitalrücklagen sei für Ihn kein Thema. Ende 2012 betrug das Eigenkapital des ADAC e. V. bei rund eine Milliarde Euro.

Die 18 regionalen ADAC Vereine die finanztechnisch unabhängig vom Münchener Mutterverein arbeiten hatten nochmals gut eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Weiterhin profitiert der ADAC e. V. von Einnahmen einer Wirtschaftstochter die mit diversen Geschäften in der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche profitable Einnahmen für den ADAC e. V. generiert.

Präsident kündigt einen umfassenden Reformprozess an

Nach den Aufdeckungen diverser Missstände bei Deutschlands größtem Automobilclub ADAC e. V. kündigte Präsident Meyer einen umfassenden Reformprozess innerhalb des ADAC an. Er versprach die Missstände lückenlos aufzuklären. Innerhalb es ADAC sollen die gesamte Struktur und die Abläufe der Organisation auf den Prüfstand gestellt werden.

Seine Position als Präsident das ADAC e. V. stellte Meyer in diesem Zusammenhang allerdings nicht in Frage. Auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur ist es für den ADAC wichtig, dass Meyer die angekündigten Vorhaben schnellst möglich und wirkungsvoll umsetzt.



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