Konjunktur

Frankreich: Peugeot-Citroën baut 8000 Stellen ab

Der französische Autohersteller Peugeot-Citroën baut insgesamt 8000 Arbeitsplätze in zwei französischen Werken ab. Als Grund für den Radikalschnitt werden Absatzprobleme angegeben. Das Werk Aulnay bei Paris wird ebenso wie das Werk in Rennes von dem Stellenabbau betroffen sein.

Aulnay soll komplett geschlossen werden, in Rennes fallen rund 1400 Stellen weg. In Aulnay drohen 3000 Menschen ihre Arbeitsplätze zu verlieren. Zudem verlieren 3600 Mitarbeiter in anderen Bereichen des Autoherstellers ihre Arbeitsplätze.

Absatzkrise als Grund für den Stellenabbau

Peugeot-Chef Philippe Varin sagte „er sei sich des Ernstes der heutigen Ankündigung voll bewusst“. Die derzeitige Absatzkrise und deren Auswirkungen auf das Europageschäft würden diesen Schritt aber unvermeidlich erscheinen lassen. Als Hintergrund für den massiven Stellenabbau wird ein Absatzrückgang um acht Prozent allein in diesem Jahr genannt.

700 Millionen Euro operativer Verlust erwartet

Für das erste Halbjahr 2012 droht ein Nettoverlust. So wird allein in der Kern-Bereichsparte ein operativer Verlust von 700 Millionen Euro erwartet. Bereits vor einigen Monaten warnte die Gewerkschaft vor Stellenabbau im Werk in Aulnay-sous-Bois. Anfang Juli sah ein Gewerkschaftsvertreter sogar bis zu 10000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Rund 60 Prozent des Absatzmarktes von Peugeot-Citroën liegt in Europa. Aus diesem Grunde drückt die derzeitige Euro-Krise auch auf den Absatzmarkt in der Automobilindustrie. Wie mögliche Sozialpläne aussehen könnten, ist derzeit noch nicht bekannt. In jedem Fall dürfte an den Werksstandorten letztlich auch die örtliche Wirtschaft hart von den Einschnitten getroffen werden.



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