Technik

Freenet: E-Mail – Kunden-Sammelklage wegen anhaltender Störungen?

Freenet machte kurz vor Weihnachten und auch an Weihnachten von sich reden, weil Kunden teilweise tagelang ihre E-Mails nicht abrufen konnten. Zwischenzeitlich wiederholen sich die Störungen nahezu täglich. Aktuell sind erneut zahlreiche Kunden von massiven Störungen an diesem Montag betroffen. Scheinbar legt Freenet seinen Fokus auf andere Geschäftsbereiche und behandelt die teilweise zahlenden E-Mail-Kunden daher derart nachlässig, dass diese nun eine Sammelklage gegen den Provider planen, so jedenfalls der Tenor einiger wütender Kunden in den Mail-Foren von Freenet.

 

Stiftung Warentest: Funktionalität vergessen zu prüfen

In jedem Fall häufen sich die Fehler zum Teil in gravierender Art und Weise. Das Unternehmen indes gibt zu den Ursachen keine Auskünfte. Nun scheint sich im Internet jedoch eine Art Kundenbewegung zu formieren. Einige Kunden wollen gegen den E-Mail-Betreiber offenbar eine Sammelklage einreichen. Insbesondere Geschäftsleute, welche die kostenpflichtigen Freenet-Premiumdienstleistungen wie Power-Mail oder Mail-Plus beauftragt haben, dürften langsam von den insbesondere an den Wochenenden gehäuften Störungen genug haben. Freenet selbst wirbt auf der Homepage mit einem Gütesiegel der Stiftung Warentest für seine kostenlose Mail-Variante. Das hierbei jedoch lediglich die Handhabung und Transparenz, nicht aber die Funktionalität des Mail-Postfaches überprüft wurde, wird geflissentlich übergangen.

Kunden erwägen Sammelklage gegen  Freenet

In den Freenet-Foren wollen sich nun scheinbar mehrere Kunden zu einer Sammelklage gegen den Freenet-Betreiber durchringen. Vielleicht ist das juristische Mittel das Einzige, was Freenet zu seinen Pflichten als Vertragspartner der kostenpflichtigen Mail-Kunden zurückführt? Dabei ist das einstige Telekommunikationsunternehmen in der Vergangenheit gerade durch seine innovativen Geschäftsmodelle in puncto Internetdienstleistungen durchaus positiv aufgefallen. Seit der Ablösung der DSL-Sparte scheint jedoch auch das Freenet-Mail-Angebot nur noch stiefmütterlich durch den Konzern betreut zu werden. Dass dabei langsam auch der Status eines seriösen Providers leidet, scheint Freenet dabei zu verkennen. Vielleicht sollte das Unternehmen bei der nächsten Hauptversammlung den Anlegern die Anschaffung neuer Server anbieten? Die Dividende und die zahlenden Mail-Kunden werden es Freenet sicherlich danken.



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