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Freenet: Unternehmen nimmt Stellung zum E-Mail Problem

Im Dezember und Januar kam es beim E-Mail-Anbieter Freenet zu zum Teil massiven Störungen des E-Mail-Dienstes. Die Presseabteilung von Freenet hat nun ausführlich auf Fragen von asentanews reagiert und diese umfassend und mit bemerkenswerter Offenheit beantwortet.

Spammaktivitärt als Grund für Mail-Ausfall

Demnach war der E-Mail-Dienst kurzweilig nicht erreichbar, weil die Freenet-Server mit Spammaktivitäten überschwemmt wurden. Aus Sicherheitsgründen hat Freenet als Reaktion darauf die Systeme heruntergefahren. Diese Mitteilung hat Freenet den E-Mail-Kunden nun auch durch einen Newsletter zukommen lassen. E-Mails seien jedoch, so sichert das Unternehmen zu, zu keinem Zeitpunkt verloren gegangen. Im Zuge des Versuchs der Freenet-Kunden wieder auf ihre E-Mails zugreifen zu können, kam es zu einem E-Mail-Stau, der erst nach und nach abgebaut worden sei, so Freenet in seiner Stellungnahme. Hierdurch kam es abermals zu kurzweiligen Störungen.

Freenet: Serverkapazitäten verdoppeln

Um derartige Vorfälle zukünftig zu verhindern, will Freenet nun die Kapazitäten der betroffenen Server verdoppeln und zusätzliche Schutzmaßnahmen in softwaretechnischer Hinsicht installieren. Freenet sagt jedoch, dass die Probleme nun lokalisiert und weitestgehend behoben seien. Betroffene Kunden, welche einen zahlungspflichtigen E-Mail-Dienst von Freenet in Anspruch nehmen, können zudem über das Kontaktformular eine Einzelfallprüfung im Sinne einer eventuellen Kostenerstattung anstoßen, so Freenet gegenüber asentanews. Freenet sichert zudem zu, dass es keine Auslagerung des E-Mail-Dienstes an andere Anbieter gäbe. Im Gegenteil, das Mailsystem wurde erst kürzlich generalüberholt und bietet nun noch mehr Speicherkapazität und neue Features, so das Unternehmen.

Freenet: Transparenz als Gebot der Stunde

Durch die Stellungnahme offenbart Freenet erstmals öffentlich die Ursache für den Ausfall des E-Mail-Dienstes. Obwohl dieses Vorgehen gewisse Risiken in sich birgt, zeugt die Offenbarung der Störung und deren Ursache ein gewisses Maß an Respekt ab. Freenet macht sich hierdurch einerseits innerhalb des Wettbewerbes mit anderen Anbieters verletzlich, gibt jedoch gleichermaßen offen den Fehler zu und überzeugt damit mit der Transparenz, die man derzeit einem gewissen Herrn in einem Berliner Schloss gerne abverlangen würde. Freenet macht durch die Offenlegung des Fehlers somit einiges an Imageschaden wieder gut. Immerhin wurde der E-Mail-Dienst seitens des TÜV mit einer guten Note bewertet, was für die grundsätzliche Qualität des Angebotes spricht. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob den Worten auch entsprechend abgeleitete Taten im Sinne der Kunden folgen werden. Immerhin ist die Offenlegung der Störungsursache ein erster Schritt in diese Richtung.



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