Konjunktur

Freihandelsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea ?

Ein Wirtschaftsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea könnte den ersten Schritt zu einem Freihandelsabkommen zwischen den größten Volkswirtschaften Asiens gleichkommen, Analysten werten das Abkommen, dass Anfang dieser Woche in der chinesischen Hauptstadt Bejing erzielt wurde, als ersten Schritt zum Freihandelsabkommen. Das japanische Handelsministerium hat zwar eine Einigung bekannt gegeben, doch den genauen Inhalt, was das Abkommen beinhaltet, wurde bislang nicht öffentlich gemacht.

Abkommen China, Japan, Südkorea- genauer Inhalt ?

Experten vermuten, dass das aktuelle Abkommen sich auf die Frage des geistigen Eigentums richtet. Südkoreanische und japanische Firmen lassen massenweise in China produzieren, müssen aber immer wieder Fälle von Plagiaten befürchten. Seit 2008 verhandeln diese drei Staaten um solch ein Abkommen. Offiziell wird verkündet, dass das aktuelle Abkommen auf gegenseitige Investitionen sich richte. So sollen Investitionen in den jeweiligen Staaten für die Unterzeichnerstaaten vereinfacht werden.

Ein Zusammenrücken dieser drei Wirtschaften ist auch auf die nachlassende Nachfrage nach Gütern aus den USA und der EU zurückführen. Ein Freihandelsabkommen zwischen diesen drei Staaten würde der Region vor Ort einen wirtschaftlichen Vorteil verpassen, Staaten aus der EU oder die USA hätten das Nachsehen.

Die Unterzeichnung des Abkommens soll auf einem Treffen der Vertreter aller drei Staaten im Mai in der chinesischen Hauptstadt Bejing erfolgen.

Freihandelsabkommen- ein Wirtschaftsblock und ernstzunehmender Rivale im Entstehen

In dieses Bild passt auch, dass China Mitte März erstmals erlaubt hat, dass Japan chinesische Staatsanleihen im Wert von zehn Milliarden Dollar aufkaufen darf. Damit sollen die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten intensiviert werden, zugleich versuch Bejing die eigene Währung Yuan als internationale Reservewährung zu etablieren. Japan und vor allem China sind die Staaten mit den größten Fremdwährungsreserven auf der Welt.

Südkoreanische Quellen berichten, dass in diesem Jahr weitere Verhandlungen zwischen diesen drei Staaten stattfinden sollen. Ziel sei die Vereinbarung eines Freihandelsabkommens. Zwischen den Unterzeichnerstaaten würden die Zoll- und Handelsbarrieren entfallen, für außenstehende Volkswirtschaften eben dann nicht. Die südostasiatischen Tigerstaaten haben mit ASEAN und der dazugehörigen Freihandelszone AFTA schon weitergehende Schritte unternommen, hierbei dient die EU als Vorbild. Dabei versuchen Staaten die Kapazitäten ihrer Volkswirtschaften mit denen anderer Staaten zu bündeln um auf dem Weltmarkt eine bessere Ausgangsposition zu erhalten.

Die Bildung von Wirtschaftsblöcken ist kurzfristig die Folge daraus, ein Freihandelsabkommen zwischen China, Japan und Südkorea wäre ein Schwergewicht unter den Wirtschaftsblöcken.

 



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