Wirtschaft

Gazprom präsentiert Quartalszahlen

Der russische Gasriese Gazprom hat seine Quartalszahlen präsentiert. Für den Zeitraum von Januar bis März konnte das Unternehmen eine Zunahme des Umsatzes um 19 Prozent verzeichnen. Insgesamt betrug der Umsatz 1461 Milliarden Rubel. Der Reingewinn nahm damit um fünf Prozent zu. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Rund ein Drittel des Anstiegs des Umsatzes basiert auf einer Neubewertung von Preisnachlässen für europäische Großkunden.

Gazprom: Exporte nach Europa und in die Türkei Namen zu

Noch vor einem Jahr musste Gazprom hohe Rabatte im Rahmen der Umsatzminderung verbuchen. Rund die Hälfte der Erlöse aus dem Verkauf des Erdgases wird mit europäischen Kunden erzielt. Dieser Bereich hat sich im ersten Quartal des Jahres besonders gut entwickelt. Demgegenüber sind die verkauften Gasmengen in die Republiken der ehemaligen UDSSR sowie im Inland deutlich gesunken. Für Russland selbst sank der Marktanteil von 80 Prozent im Jahr 2008 auf nun geschätzte 71 Prozent. In die Türkei und in zahlreiche Staaten Europas exportierte das Unternehmen jedoch rund 45 Milliarden Kubikmeter und damit rund sechs Prozent mehr Erdgas als im gleichen Quartal des Vorjahres.

Innerhalb Russlands zunehmend Konkurrenzdruck ausgesetzt

Auch der Verkaufspreis konnte auf rund 390 US-Dollar je 1000 Kubikmeter leicht zunehmen. Für den europäischen Markt und für die Türkei will das Unternehmen indes eine Zunahme um neun Prozent anpeilen. Im Jahr 2012 lieferte Gazprom rund vier Prozent weniger Erdgas in die europäischen Staaten. Für das aktuelle Jahr hofft das Unternehmen zudem auf deutlich geringere Preisnachlässe. Insbesondere im Inland ist Gazprom jedoch zunehmend unter Konkurrenzdruck geraten. Deshalb ist das Unternehmen dort sogar bereit bei neun Verträgen keine Abnahmeverpflichtungen mehr festzulegen. Mit rund 304 Milliarden Kubikmeter hatte Gazprom und 71 Prozent des russischen Erdgases gefördert. Dies waren jedoch vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch Ende Juni gab das Unternehmen an, dass es für das gesamte Jahr einen Rückgang des Reingewinns um rund ein Zehntel erwartet.

Gazprom und der FC Schalke 04

Gazprom ist insbesondere in Deutschland durch das Engagement als Sponsor für den Fußball-Bundesligisten Schalke 04 ein Begriff. Dort prangt das Unternehmen mit seinem Logo auf den Trikots des Vereins. Insbesondere im Ruhrgebiet dürfte deshalb Gazprom vielen Menschen ein Begriff sein. Durch das Engagement beim FC Schalke 04 bekommt der russische Gasriese jedoch auch aufgrund der Qualifikation des Vereins für die Champions League international gute Werbung. Läuft doch bei jedem Spiel immer der Name Gazprom mit auf. Insofern kann zumindest vermutet werden, dass durch das Sponsoring ein kleiner Teil der Umsatzsteigerung erfolgt ist. Auch wenn Gazprom in der Regel für Großkunden von Interesse ist, dürften zahlreiche Bundesbürger indirekt über die deutschen Energieriesen von Gazprom beliefert werden.



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