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Geldmangel: Hamburger SV vor der Pleite?

100 000 000 Euro – das ist die Zahl, die beim Fussball Bundesligisten HSV groß im Raum steht und vielen den Atem stocken lässt.

Die finanzielle Situation des Hamburger SV bleibt auch 2014 angespannt, teure Transfers scheinen kaum möglich.

Es ist eine unglaubliche Summe und dies ganz besonders für den HSV. Warum? Die anfangs genannte Zahl ist die Zahl, die der Klub in den roten Zahlen steht. Bisher hat sich also einiges angesammelt.

Immer wieder neue Schulden

Der Klub hat in den letzten Jahren immer mehr neue Schulden gemacht, konnte immer wieder nur negative Ergebnisse verzeichnen, die weit bei über 20 000 000 Euro lagen. Die Mannschaft an sich ist viel zu teuer und der Verein kann sich solche enormen Summen schon lange nicht mehr leisten. Daher kommt jetzt die Quittung teuer auf den Tisch.

Doch trotz der Miesere steht die Frage im Raum, wie pleite der HSV eigentlich wirklich ist. Daher wurde nachgefragt und die großen Brocken ohne Umschweife auf den Tisch gelegt. So sind es satte 42 Mio. Euro, die der Klub allein an Bauschulden hat. Diese Schulden liegen bei diversen Banken verteilt, darunter auch ein Kredit in Höhe von 8 Mio. Euro, der auch noch gar nicht so alt ist. Abgesichert sind diese Summen mit dem Stadion selber. Die Verbindlichkeiten, die für die vereinseigene Arena anfallen, liegen bei etwa 39,3 Mio. Euro. Dabei wird ein Großteil davon bis 2018 fällig. Eine große Hürde, die der Klub hier also nehmen muss.

Weitere 8 Mio. Euro hat sich der HSV bei Gönner Klaus-Michael Kühne geliehen, um die Ablöse des Superstars Rafael van der Vaart stemmen zu können. Weitere 17,5 Mio. Euro wurden von Anhängern geliehen, damit ein neues Nachwuchszentrum im Volkspark gebaut werden kann. Und weitere 11,4 Mio. Euro muss der HSV noch bei anderen Klubs in Form von Transferraten abstottern.

Der Vorsitzende des HSV, Carl E. Jarchow, sieht aber bis dato kein Grund für Bedenken. Die Situation sei keinesfalls bedrohlich, eher sollte man der Maßgabe folgen, dass man in den nächsten Jahren ein ausgeglichenes Ergebnis erziele. Man befinde sich anscheinend auch schon auf einem guten Weg, so der Aussage der BILD gegenüber zu erkennen.

Bekommen sie die Finanzkrise in den Griff?

Fraglich ist nunmehr, warum der HSV es nicht schafft, seine Finanzkrise in den Griff zu bekommen? Hier und da werden immer wieder Löcher gestopft, die Liquidität ist immer irgendwie vorhanden und auch der DFL hat bisher keinen Riegel davor geschoben.

So lässt sich nur erahnen, wie es in den nächsten Jahren weitergeht. Neue Schulden werden immer wieder geschaffen, aber dafür hoffentlich kein Abstieg aus der 1. Bundesliga.



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