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Gericht: Auf Zeitarbeitsfirmen kommen Nachzahlungen in Milliardenhöhe zu

Das Bundesarbeitsgericht urteilte im Falle der Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit (CGZP).
Diese waren seit der Gründung im Jahre 2002 nicht tariffähig. Auf von diesem Urteil betroffene Zeitarbeitsfirmen kommen nun wohl Forderungen in Milliardenhöhe zu. Den Christlichen Gewerkschaften wurden von Seiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes vorgeworfen, Niedriglöhne zu fördern.

Zeitarbeitsfirmen: Sozialabgaben in Höhe von zwei Milliarden Euro nachentrichten

Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts könnte nun für die Zeitarbeitsfirmen alleine an nachzuentrichtenden Sozialabgaben Zahlungen von rund zwei Milliarden Euro ergeben. Die Erfurter Richter entschieden in einem lang erwarteten Grundsatzurteil, dass die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) nicht tariffähig gewesen sind und deshalb auch nicht befugt waren, eigenständig Vereinbarungen mit Zeitarbeitsfirmen über Tariflöhne abzuschließen.

Gehen nun viele Zeitarbeitsfirmen in die Insolvenz?

Ohne die durch das Urteil hinfällig gewordenen Tarifverträge der CGZP haben die Arbeitnehmer jedoch Anspruch auf das gleiche Geld wie die normalen Mitarbeiter der Zeitarbeitsfirmen. Für viele Zeitarbeitsfirmen dürfte nun auch die finanzielle Existenz bedroht sein. So wird erwartet, dass einige Zeitarbeitsfirmen sich aus der Verantwortung stehlen wollen, indem sie Insolvenz anmelden. Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts trägt das Aktenzeichen 1 ABN 27/12, 1 AZB 58/11 und 1 AZB 67/11.



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