Konjunktur

Gerichtsurteil beschert Strom- und Gaskunden höhere Rechnungen

Strom- und Gaskunden müssen zukünftig mehr bezahlen. Dies ist das Ergebnis eines Gerichtsurteils, das es den Betreibern erlaubt, mehr Geld für die Nutzung deren Leitungen zu verlangen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat die durch die Bundesnetzagentur festgelegten Entgelte für die Nutzu ng von Gas- und Stromleitungen für ungültig erklärt. Als Begründung gab das Gericht an, die Bundesnetzagentur habe die Werteberechnung der Netze fehlerhaft vorgenommen. Die Netzbetreiber hatten diesbezüglich gegen die Bundesnetzagentur geklagt.

Strom- und Gaskosten werden bei Rechtskraft des Urteils steigen

Nun können diese über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren höhere Entgelte für die Netznutzung verlangen. Im Endeffekt werden die Kosten hierfür jedoch dem Endverbraucher auferlegt.

Das Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf ist jedoch noch nicht rechtskräftig, weil es Beschwerde beim Bundesgerichtshof zuließ.

Immer mehr Deutsche können Stromrechnung nicht mehr bezahlen

Nach aktuellen Umfragen haben rund zehn bis fünfzehn Prozent der Deutschen Probleme die Kosten für die Stromrechnung aufzubringen. Insbesondere Geringverdiener und Hartz IV-Empfänger sowie viele Rentner geraten zunehmend in Bedrängnis, was die Höhe der zu tragenden Stromkosten betrifft.

Sollten sich die Energiekosten in Zukunft nach oben entwickeln, könnte es erste Überlegungen geben, staatliche Hilfen, ähnlich dem Wohngeld, als Energiekostenzuschuss an einkommensschwache Familien zu geben. In jedem Fall dürfte das Urteil, im Falle der Rechtskraft, für viele Menschen in Deutschland eine enorme Belastung bedeuten.



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