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Gerüchte über vorzeitigen Merkel-Rücktritt

In der ARD-Sendungen „Günther Jauch“ ging es um das Thema „Über-Merkel“. Unter anderem war zu Gast Bundesumweltminister Peter Altmaier und der Leiter des Hauptstadtbüros der „Bild-Zeitung“, Nikolaus Blome. Dieser stellte in der Sendung eine kühne These auf.

So habe er in Gesprächen im Zusammenhang mit seinem Buch den Eindruck gewonnen, dass Angela Merkel im Falle einer gewonnenen Wahl vorzeitig zurücktreten werde. Blome ist demnach der Überzeugung, dass die Bundeskanzlerin im Falle eines Wahlsieges in der Mitte der Wahlperiode gehen wird.

Blome: Unionspolitiker haben nicht widersprochen

Blome sagte wörtlich“ Weil sie erstens dieser Superlativ so sehr reizt, die Erste zu sein, die freiwillig geht“. Insbesondere im Zusammenhang mit der Tatsache, dass alle bisherigen Bundeskanzler entweder abgewählt wurden oder aber von der eigenen Partei gestürzt wurden, könnte der freiwilligen Rücktritt Angela Merkel besonders reizen. In seinem Buch „Angela Merkel, die Zauder-Künstlerin“ vertritt der stellvertretende „Bild“-Chef die These, dass Angela Merkel im Jahr 2015, also nach der Hälfte der Wahlperiode vorzeitig gehen könnte.

Diskussion um Merkel-Rücktritt nutzt der Opposition

Gestützt wird die These nach Ansicht von Blome dadurch, dass Politiker der Union dieser Aussage bei den Recherchen zu seinem Buch nicht widersprochen hätten. Bundesumweltminister Peter Altmaier findet diese Behauptung indes „nicht ganz fair“. Demnach gebe es keinen Beleg für derartige Überlegungen, so Altmaier. Die Diskussion über einen möglichen vorzeitigen Rücktritt der Bundeskanzlerin dürfte mit der Aussage des stellvertretenden „Bild“-Chefs jedoch nun in vollem Gange sein.

Merkel-Rücktritt schon 2015?

Dies könnte im Gegenzug der Opposition nützen. Denn eine Kanzlerin, die nur die Hälfte der Wahlperiode zur Verfügung steht, will den derzeitigen Erfahrungen zufolge niemand haben. Da Angela Merkel als Naturwissenschaftlerin zu dem analysieren könnte, ob sie bei einer weiteren Wahl im Jahr 2017 noch eine Chance hätte, würde sie dies nach Aussagen von Nikolaus Blome mit einem eindeutigen „nein“ beantworten können.

Insiderwissen oder PR für Blomes Buch?

Allein aus diesem Grunde würde Angela Merkel der These zufolge bereits im Jahr 2015 freiwillig gehen. Die nun aufgekommene These dürfte vielfach heiß diskutiert werden und der Union im kommenden Bundestagswahlkampf eher schaden als nützen. Fraglich bleibt, warum Blome eine derartige These öffentlich in die Welt setzt? Offenbar soll dies als PR für sein Buch dienen. Anderseits könnte Blome auch über Insiderwissen aus Kreisen der Union verfügen.

Dies könnte auch die Verärgerung von Altmaier erklären.  Inwieweit die Opposition aus dieser Aussage Kapital schlagen wird, bleibt abzuwarten. Einzig die Kanzlerin könnte diese These durch eine eindeutige Aussage zerstreuen oder aber stützen. Falls Sie die These jedoch gestützt würde, könnte die SPD bereits jetzt ihren Kanzlerkandidaten als zukünftigen Bundeskanzler feiern. Insofern wird Angela Merkel das machen, was sie am besten kann, nämlich „zaudern“.



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