Geld & Investment

Gewinnrückgang Deutsche Bank: Eurokrise angekommen ?

Wie die größte deutsche Privatbank Deutsche Bank heute bekannt gab ist der Gewinn im ersten Quartal 2012 deutlich gesunken, vor allem der Investmentsbereich der Deutschen Bank leidete unter den schwierigen Geschäftsbedingungen in der Eurokrise.

Der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 9,2 Milliarden Euro, ein Minus von 12 % zum Vorjahreswert. Der Gewinn der Deutschen Bank sank von 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf nunmehr 1,4 Milliarden Euro, ein sattes Minus von 35 %.

Geschäftsumfeld stabiler

Das Geschäftsumfeld im Zuge der so genannten Eurokrise habe sich stabilisieren können, dennoch hat die Deutsche Bank schlechtere Zahlen erwirtschaftet als im vergangenen Jahr, als die Eurokrise einen Höhepunkt erreichte.

Zusätzlich belastete die einmalige Abschreibung von 257 Millionen Euro für das Pharmazieunternehmen Actavis die Bilanz der Deutschen Bank.

Der Umsatz im Investment-Bereich der Deutschen Bank musste 2011 ein Minus von acht Prozent hinnehmen, hier wurde ein Umsatz in Höhe von 6,2 Milliarden Euro erzielt. In der Anlagenverwaltung sank der Umsatz noch mal deutlicher, hier fiel er um 17 % auf 3,4 Milliarden Euro. Die Postbank, im Besitz der Deutschen Bank, meldet ähnliche Zahlen.

Aktienkurs rutscht in Keller

Nach Bekanntgabe der Geschäftzahlen für das erste Quartal fielen die Aktien der Deutschen Bank, am Nachmittag notierte die Aktie fünf Prozent weniger. Doch Ackermann, der dieses Jahr den Vorsitz über die Deutsche Bank zehn Jahre nach Antritt abgeben muss, gibt sich zuversichtlich.

Man werde die eigene Aktivität steigern, Risiken vermeiden und die eigene Position weiter stärken. Doch noch stehen weitere Probleme an. So ist bislang die Nachfolge von Ackermann nicht eindeutig geklärt, die verwirrung um die Spitze an der Bank verärgerte Investoren aus Großbritannien derart, dass sie eine Klage gegen die Bank erwägen.

Ferner stehen noch die Rechtstreitigkeiten mit den Nachkommen von Leo Kirch aus, eine flapsige Bemerkung des damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bank soll zum Untergang des Kirch-Imperiums geführt haben, die Nachkommen klagen nun. Scheinbar setzt nicht nur die Eurokrise der Deutschen Bank zu und beschert ihr Verluste, sondern auch firmeninterne Fehlentscheidungen.

 



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