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Glatze als Anzeichen für Herzinfarktrisiko

Eine dänische Studie der Universität Kopenhagen ergab, dass Geheimratsecken, Gesichtsfalten und eine frühe Glatze Hinweise auf eine mögliche Herzgefäßerkrankung mit sich anschließendem Herzinfarkt sein können. Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 10.885 Kopenhagener Bürger, die im Jahre 1976 ein Mindestalter von 40 Jahren erreicht hatten, bis in das letzte Jahr hinein.

Bei der Langzeitstudie ergaben sich offenbare Zusammenhänge zwischen einem Erkrankungsrisiko der Herzkranzgefäße sowie äußeren Erscheinung wie Ohrläppchenfalten, einem kahlen Hinterkopf, Geheimratsecken sowie gelb beziehungsweise rot sich abzeichnenden Xanthelasmen (Fetteinlagerung bzw. Einlagerung von Cholesterin auf den Augenlidern und unter den Augen). Die genannten Anzeichen können als Erkrankungsmarker zur koronaren Herzkrankheit und dem daraus resultierenden Herzinfarkt bezeichnet werden.

Äußere Alterserscheinungen fördern offenbar Herzinfarktrisiko

In diesem Zusammenhang betont Anen Tybjaerg-Hansen, Professorin für klinische Biochemie an der Universität Kopenhagen, dass nicht alle äußeren Erscheinungen gleichermaßen aussagekräftig für ein Erkrankungsrisiko sein. Als gravierendstes Merkmal kommen die Xanthelasmen infrage. Mit jedem zusätzlich auftretenden Alterserscheinungszeichen stieg bei Männern und Frauen das Risiko für eine koronare Herzkrankheit an. Besonders bedroht sind demnach Personen, die mehrere Merkmale gleichermaßen aufweisen und über 70 Jahre alt sind.

Offenbar auch Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und Glatzenbildung

Hansen betonte in diesem Zusammenhang, dass nicht das chronologische Alter für die Erkrankungsrisiken signifikant seien, sondern das biologische. Das biologische Alter unterscheidet sich vielfach von dem reinen chronologischen Alter. Die Ablagerung von Cholesterin in den Gefäßen zeigt sich nach außen vor allem durch die Xanthelasmen. Eine andere Studie der Universität Würzburg offenbart, dass offenbar ein Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und Glatzenbildung besteht.

Die betreffenden Forscher weisen jedoch darauf hin, dass es zum Teil sich widersprechende Studien zu diesem Thema gibt. Jedoch weisen auch die Würzburger Forscher darauf hin, dass Menschen mit einer frühen sowie einer ausgeprägten Glatzenbildung ein vermehrtes Herzinfarktrisiko besitzen. Vielfach lassen sich mittels einfachster Methoden die Risiken trotz bestehender Risikofaktoren lindern. Als erster Schritt dient eine regelmäßige Messung des Blutdrucks.

Biologische Uhr lässt sich um mehrere Jahre zurückdrehen

Durch eine ordentliche Einstellung des Blutdrucks singt die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant. Dies gilt umso mehr, wenn zusätzlich bei adipösen Personen eine Gewichtsreduktion, aktiv begleitet von Sport, herbeigeführt wird. Eine Ernährungsumstellung und eine allgemeine gesunde Lebensführung fördert nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Lebenserwartung. Das chronologische Alter muss nicht gleich dem biologischen Alter sein.

So gibt es Personen, die nach dem chronologischen Alter zehn und mehr Jahre älter sind als nach dem biologischen Alter. Eine zumindest zeitlich begrenzte Verjüngung und damit Lebensverlängerung ist möglich. Dies belegen ebenfalls diverse wissenschaftliche Studien. Neben einem Ausdauertraining, einer gesunden Ernährung, ausreichend Schlaf, spielt auch ein mäßiges Krafttraining eine entscheidende Rolle bei dem Zurückdrehen der biologischen Uhr.



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