Technik

GM und LG wollen Elektroauto bauen

Wie der US-Amerikanische Autobauer GM (General Motors) auf der eigenen Internetseit bekannt gab, wollen die Autobauer zusammen mit dem koreanischen Hightech-Unternehmen Lucky Goldstar (LG) in einer Kooperation ein Elektroauto entwerfen und bauen. Dabei soll LG sein Know-How als Batterieproduzent mit einfließen lassen, momentan sollen die Modelle Chevrolet Volt und der Opel Ampera als Basis für kommende Versionen dienen.

Der entsprechende Kooperationsvertrag wurde am Mittwoch unterzeichnet, für LG bedeutet dies eine Öffnung ihrer Produktpalette, künftig will man als Lieferant in der Autoindustrie mitmischen. GM hingegen kann vom Erfahrungsschatz der Südkoreaner profitieren. Beide Unternehmen sollen an Schlüsselkomponeneten zusammen arbeiten, die entsprechende Autos sollen weltweit zum Verkauf angeboten werden. Schon jetzt beliefert LG die Batterien für die Modelle Chevrolet Volt und Opel Ampera.

Erfahrungen konnte die Unternehmen auch mit dem offiziellen Fuhrpark der G20-Versammlung sammeln, hier stellten sie eine Versuchsflotte von Chevrolet Cruze zur Verfügung. Gleichzeitig konnte man Erfahrungen sammeln, zudem stellte sich die Kooperation für beide Unternehmen gewinnbringend heraus.

General Motors wurde 1908 gegründet, im Jahr 2010 beschäftigte das unternehmen 200.000 Mitarbeiter weltweit, mit einem Gesamtumsatz von 135 Milliarden Dollar. In den vergangenen Jahren fiel der Absatz deutlich zurück, den Titel des weltgrößten Autobauers mussten sie an Toyota abtreten. 2009 ging das Unternehmen gar bankrott und wurde verstaatlicht, wurde aber November 2010 mit dem größten Börsengang aller Zeiten wieder reprivatisiert. Die Autobauer haben lange zeit die neuesten Entwicklungen auf dem Markt verschlafen, umso mehr wollen sie nun neue Akzente setzen und neue Käuferschichten erobern.

Die LG Group ist bei Konsumenten insbesondere mit der Marke LG Electronics bekannt, das Unternehmen produziert neben elektronischen Konsumgütern chemische Grundstoffe (LG Chem), ist aber auch als Mobilfunkanbieter tätig. 2010 betrug der Gesamtumsatz  knapp 90 Milliarden Dollar.



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