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Google: Erste Details zu Google Glass veröffentlicht

Das Suchmaschinenunternehmen Google hat erste technische Details zu der Datenbrille Google Glass mitgeteilt.

Demnach beherrscht die Datenbrille bereits zahlreiche Funktionen.

Google weist jedoch darauf hin, dass die Brille nichts für Kinder unter 13 Jahren sei.

Bisher gab es lediglich Animationsfilme seitens des Suchmaschinenunternehmens, in denen die angedachte Datenbrille vorgestellt wurde.

So wurde gezeigt wie der Träger der Brille in der Lage ist, mit Freunden über die Brille zu chatten und gleichzeitig Videotelefonie zu betreiben. Zudem zeigte die Datenbrille dem Träger bei einem Spaziergang in der Stadt den Weg. Bei einem Besuch in einem Buchladen zeigte Google Glass sogleich, wo sich das Buch im Regal befindet.

Diese damals noch als Science-Fiction zu bezeichnende Film-Animation könnte nun tatsächlich in großen Teilen Realität werden. Google hat nun erste Details zu der Programmierschnittstelle sowie entsprechenden Android-Apps und zu weiteren technischen Details mitgeteilt.

„Super-App“ als Steuerungszentrale

Der Flash-Speicher von Google Glass soll demnach stolze 16 Gigabyte betragen. 12 Gigabyte stehen dabei dem Träger der Brille zur Verfügung. Die integrierte Kamera knipst mit fünf Megapixeln. Videos werden mit 720p aufgenommen. Dies entspricht einer geringen HD- Auflösung. Die Bilder werden über einen Beamer gesendet.

Dieser sendet wiederum das Licht in ein vor dem Auge befindliches Prisma. Hinsichtlich der Auflösung teilte Google mit, dass diese in etwa so gut sei wie eine Betrachtungen eines 63 Zentimeter großen HD-Bildschirmes aus 2,40 Meter Entfernung. Die Datenübertragung erfolgt über WLAN und über Bluetooth. Verbindungen zu Smartphones kann die Datenbrille über eine App mit dem Namen MyGlass herstellen.

Um die Brille in Betrieb nehmen zu können, ist diese Applikation dringend notwendig. Über die App werden vor allem GPS-Daten von Smartphones an die Brille gesendet. Gleichzeitig wird über die Applikation auch die Internetverbindung hergestellt und SMS lassen sich ebenso darüber verschicken. Zudem lässt sich über diese App telefonieren.

Betriebssystem: Android 4.3

Als Betriebssystem für die Telefonie-Funktion wird mindestens Android 4.3 benötigt. Interessant ist die Tatsache, dass die Tonübertragung nicht über ein Kopfhörer erfolgt, sondern über die Technik des so genannten Knochenschalls. Diese ist aus Hörgeräten bekannt. Der integrierte Akku soll eine Laufzeit von mindestens 24 Stunden besitzen. Bei ständigem Videobetrieb kann sich die Akkulaufzeit jedoch deutlich verringern.

Google: Erste FAQ präsentiert

Geladen wird die Datenbrille über ein Ladegerät mit Mikro-USB-Anschluss. Erstmals hat Google auch bereits ein FAQ veröffentlicht. Dadrin taucht auch der Hinweis auf, dass die Brille für Kinder unter 13 Jahren nicht geeignet sei. Dies gelte deshalb, weil durch das Tragen der Brille die Entwicklung des Sehens beeinträchtigt werden könne, so Google in der Beantwortung der FAQ. Zudem sollten auch Personen, welche eine Augenlaser-OP hatten Google Glass nicht benutzen. Wann das Gerät letztlich auf den Markt kommen wird, bleibt abzuwarten.



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