Wissenschaft

Greenpeace: Fischbestände durch Fukushima hochverstrahlt

Wie die Umweltschutzorganisation berichtet sind die Fischbestände an der japanischen Ostküste durch den Super-Gau von Fukushima höher verstrahlt, als die japanische Regierung bislang zugeben wollte. Radiologen im Auftrag von Greenpeace haben zur Untersuchung Fische in fünf Anlaufhäfen in der Präfektur Fukushima untersucht. Die Hälfte der Proben überschritt die gesetzliche Grenze von 500 Becquerel pro Kilogramm. Dabei gilt seit März ein Fang- und Handelsverbot für Fische aus der Nähe des AKW Fukushima I.

Greenpeace fordert von der japanischen Regierung eine genauere Untersuchung der Fische im Verkauf, der verzehr von hochradioaktiven Fischen solle unterbunden werden. Bei einem Fisch fanden die Wissenschaftler eine Belastung von 1053 Becquerel pro Kilogramm vor, aber auch die anderen Proben wiesen erhöhte radioaktive Werte auf.

Zuvor wurden Rindtiere aus der Region um das havarierte AKW aus dem Handelsverkehr gezogen, das Fleisch dieser Tiere wies ebenfalls erhöhte Werte vor. Seitdem werden Nutztiere mit einer zehnstelligen Nummer codiert, anhand dieser kann man die Ware zum Ursprungsort zurückverfolgen. Ob diese Vorgehensweise auch bei Fischen angewendet werden kann ist fraglich. Die Präfekturen Fukushima und Miyagi gelten als die Kornkammer Japans, die landwirtschaftliche Produktion ist der Hauptwirtschaftszweig der Region, die am meisten unter dem Super-Gau zu leiden hat.

Derweil bestätigt die US-Raumfahrtbehörde NASA, dass durch die Wirkung des Erdbebens und vor allem des Tsunamis vom 11. März in der Antarktis, also 13.000 Kilometer entfernt, riesige Eisberge sich von der antarktischen Eismasse gelöst hätten. Zwei Satelliten der NASA haben den Vorgang aufzeichnen können, demnach hätten sich Eisberge von einer Fläche von 125 Quadratkilometer in den Pazifik ergossen. Die Ausläufer des Tsunamis hätten in der Antarktis Wellen in Höhe von 30 Zentimeter verursacht, diese sind auf die Eismasse eingeschlagen und haben die Eisberge losgelöst. Dies ist ein Zeugnis der unglaublichen Kraft des Erdbebens vom 11. März.



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