Konjunktur

Griechenland: IOBE-Forscher sehen weitere Zuspitzung der Wirtschaftslage

Die Forschergruppe IOBE betrachtet die Zukunft Griechenlands weiterhin als düster. Demnach gerät die griechische Wirtschaft in eine noch tiefere Krise. Demnach bricht das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6,9 Prozent ein, so die Forscher. Als Grund geben die Wissenschaftler die Konsumzurückhaltung der Griechen an. Im April wurde noch ein Rückgang des BIP um fünf Prozent prognostiziert.

Fast ein Viertel aller Griechen bald arbeitslos

Die Arbeitslosenquote soll zudem laut der Prognose des IOBE auf 23,6 Prozent ansteigen. Geleitet wurde die IOBE-Forschergruppe vom Ökonom Yannis Stournaras. Zwischenzeitlich ist er griechischer Finanzminister. Athen will derweil hinsichtlich der EU-Sparauflagen weiter verhandeln. Derweil wirkt sich die Griechenlandkrise auch auf die gesamte Weltwirtschaft aus. So erwartet die OECD einen Rückgang der globalen Wirtschaftsaktivität.

Deutsche Wirtschaft widersetzt sich dem Abwärtstrend

Während viele EU-Länder von der Wirtschaftskrise erfasst werden, geht es der deutschen Wirtschaft weiterhin erstaunlich gut. So stiegen die Exporte im Mai kräftig an. Gegenüber dem April stieg die Exportquote um 3,9 Prozent an. Dies teilte jetzt das Statistische Bundesamt mit. Insgesamt kauften allein die EU-Mitgliedsländer bei deutschen Unternehmen Waren im Wert von 53,6 Milliarden Euro.

Die Gesamtwerte der Waren der Exporte im Mai betrugen 92,5 Milliarden Euro. Experten erwarten aber auch für Deutschland in naher Zukunft einen Konjunkturdämpfer. Ob dieser aber lange anhält, bleibt indes ebenso abzuwarten wie der Zeitpunkt.



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