Konjunktur

Griechenland: Möglicher Staatsbrankrott sorgt für Angst in Europa

Erst wurden Milliarden an Euro für die Rettung Griechenlands ausgegeben und nun soll den Griechen der Rettungsanker entrissen werden. Es droht der Staatsbankrott Griechenlandes.  So stellt sich derzeit die Situation in der EU dar. Die Inspektoren der Troika sollen ab heute prüfen, ob Griechenland die angekündigten Sparbemühungen umgesetzt hat oder ob diese nicht umgesetzt wurden. Wenn Letzteres der Fall sein sollte, dürfte es mit weiteren Zahlungen für das Land schwer werden. Die Sorgen um Europas Zukunft geht nicht nur in Brüssel um.

Erster Bericht der Troika im September erwartet

In dem Fall wird nämlich die zweite Tranche des Euro-Hilfspaketes nicht ausbezahlt. Im September soll dem Vernehmen nach ein Bericht der Troika vorliegen. Spätestens dann wird wohl auch eine Entscheidung bezüglich eines Staatsbankrotts Griechenlands gefallen sein. Neben den Troika-Inspektoren der EU machen sich zudem auch Inspektoren des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf den Weg nach Griechenland. Bekannt ist derweil, dass Griechenland bezüglich seiner Umsetzungspläne mindestens drei Monate in Verzug ist.

Griechenland: Beschlüsse nicht umgesetzt

Dies ist insbesondere dem Umstand der Wahlwiederholung geschuldet. Nicht umgesetzt wurden bislang die Beschlüsse zum Verkauf von Staatseigentum. Auch die Umsetzungen in Bezug auf die Einrichtung eines geeigneten Steuersystems oder eines Katasteramtes wurden dem Vernehmen nach von Griechenland bisher nicht umgesetzt. Während sich alles auf die große Wirtschaft konzentriert, leiden derweil die Menschen in Griechenland immer mehr unter den Kürzungen des Staates. Insofern fragen sich mittlerweile Experten, ob die Umsetzung der Sparbeschlüsse überhaupt mit EU-Recht in Bezug auf das Anstreben eines einheitlichen Wohlstandslevel in der EU vereinbar ist. Insofern dürfte die EU eine Verpflichtung zur Rettung Griechenlands und der dort lebenden Menschen haben.



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