Konjunktur

Griechenland: Steuerflucht beträgt 12 bis 15 Prozent

Als die IWF-Chefin Christine Lagarde sich darüber beklagte, dass viele griechische Bürger ihre Steuern nicht zahlen würden, erhielt sie viel Gegenwind, insbesondere aus Griechenland selbst. Am Ende entschuldigte sich Lagarde bei den Griechen. Nun erhält sie ausgerechnet von dem Leiter der griechischen Steuerfahndungsbehörde SDOE, Nikos Lekkas, Rückendeckung.

Griechenland: Steuerflucht beträgt 12 bis 15 Prozent des BIP

Demnach beträgt die Steuerflucht zwischen 12 bis 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Dem griechischen Staat entgehen so zwischen 40 bis 45 Milliarden Euro jährlich an Einnahmen.

Allein die Hälfte des Geldes würde ausreichen, damit Griechenland seine Schulden abtragen könnte. Lekkas sagte in einem Interview mit der „Welt“, dass Griechenlands Politiker das Problem mittlerweile auch erkannt hätten. Seit nunmehr fünf Jahren in Folge ist Griechenlands Wirtschaft von einer Rezession begleitet.

Schicksal Griechenlands entscheidet sich am 17. Juni

Je nach dem Ausgang der Wahlen am 17. Juni dürfte sich nicht nur das Schicksal der griechischen Regierung entscheiden, sondern auch das seiner Schulden. Sollten die radikalen Linken an die Macht kommen, so haben diese bereits angekündigt, keine Schulden mehr zurückzubezahlen.

In diesem Fall dürfte weitere Gefahr für die Euro-Zone insgesamt und damit auch für die Wirtschaft vorprogrammiert sein. Derweil drängt die EU-Kommission Griechenland dazu, einige Banken zu schließen. Für die Schließung wäre die griechische Zentralbank zuständig. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass die Rettung einiger Banken zu teuer sein würde und setzt sich daher für dessen Abwicklung ein.



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