Konjunktur

Griechenland will von Troika neues Geld

Griechenland hofft hinsichtlich seiner Schuldensituation auf einen erneuten Schuldenschnitt. Derweil erhöht die Troika den Druck auf Griechenland. Die Regierung in Athen muss nach Angaben der Troika neue Pläne für Einsparungen präsentieren. Ansonsten droht eine Einstellung der Zahlung von Geldern. Derweil berichtet die Nachrichtenagentur Reuters von vier Euro-Zonen-Vertretern, die hinsichtlich der Fortschritte bei der Privatisierung sowie der Erneuerung im Verwaltungssektor unzufrieden sind.

Demnach sind sich alle vier einig darüber, dass Griechenland endlich seine Sparpläne umsetzen muss. Am kommenden Montag treffen sich die Euro-Zonen-Finanzminister, um unter anderem über eine Freigabe der nächsten Kreditzahlung zu beraten. Ob die nächste Zahlung in Höhe von 8,1 Milliarden Euro letztlich aber für Griechenland freigegeben wird, steht derweil noch infrage.

Droht erneut eine Einstellung von Zahlungen an Griechenland ?

Sollte Griechenland die Forderungen der EU, der Europäischen Zentralbank sowie des Internationalen Währungsfonds (alle drei werden zusammen als Troika bezeichnet) nicht erfüllen, so könnte eine Einstellung der Zahlungen an Athen die Folge sein. Derweil deutet die griechische Regierung die eigenen Sparbemühungen in völlig anderer Art und Weise.

Demnach bemühe sich die Regierung alles zu tun, um die Bedingungen und Auflagen der Troika erfüllen zu können. Dies teilte der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis mit. Im Klartext wird von dem griechischen Staat verlangt, bis Ende des Jahres einen Überschuss zu erwirtschaften. Der griechische Finanzminister selbst sieht derweil sein Land auf einen positiven Weg. Wörtlich sagte Hatzidakis: „Griechenland dreht wieder auf Kurs.“ Der griechische Finanzminister erhofft sich angesichts der verbesserten wirtschaftlichen Situation seines Landes seitens der Troika einen weiteren Schuldenschnitt.

 Griechenland setzt auf Solidarität der Europäischen Gemeinschaft

In diesem Zusammenhang setzt der griechische Finanzminister auf die Solidarität der übrigen europäischen Staaten. Dies teilte Hatzidakis gegenüber der Zeitung “Die Welt“ mit. Während der griechische Finanzminister förmlich in Euphorie angesichts der sich verbessernden wirtschaftlichen Situation seines Landes ausbricht, hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bereits in der vergangenen Woche einen erneuten Schuldenschnitt für Griechenland ausgeschlossen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble:  Kein erneuter Schuldenerlass

Der Bundesfinanzminister sagte wörtlich: “Es sei klar, dass wir einen solchen Schuldenschnitt nicht mehr machen werden.“ Schäuble sagte jedoch, dass es seitens der EU Signale geben würde, nach dem Jahr 2014 unter bestimmten Bedingungen über erneute Finanzhilfen für Griechenland zu beraten. Der Bundesfinanzminister machte dabei jedoch klar, dass mit den Finanzhilfen kein erneuter Schuldenerlass gemeint sei.

Schäuble will im Juli Griechenland besuchen und mit den Vertretern der griechischen Regierung über eventuelle deutsche zusätzliche Hilfen zu sprechen. Neben Griechenland sind insbesondere Portugal und Spanien, aber auch Italien und Frankreich wirtschaftlich stark angeschlagen. Deutschland gilt in der Europäischen Gemeinschaft indes als so etwas wie die Wirtschaftslokomotive.



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