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Griechenland: Wirtschaft im Sturzflug

Die griechische Wirtschaft sinkt ebenso dramatisch wie Ikarus nach dem Abschmelzen seiner Flügel. Gleichsam schmolz Griechenlands Wirtschaft ebenso schnell wie das Wachs, welches die Flügel des Ikarus zusammen hielt. Im Jahr 2011 ging das Bruttoinlandsprodukt um 6.8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010 zurück. Zudem stieg im Zuge der Wirtschaftskrise die Arbeitslosigkeit weiter an. Griechenland benötigt weiterhin von der EU und vom IWF weitere 130 Milliarden Euro aus dem Hilfsfonds um eine Staatspleite noch abzuwenden.

Druck auf Griechenland wächst

Sowohl der IWF als auch die EU üben auf Griechenland weiter Druck aus noch mehr zu sparen. Die von Griechenland eingeleiteten Sparbemühungen zügeln indes die Binnenkonjunktur weiter. Die griechische Regierung beschloss jüngst ein weiteres Sparpaket über 3,3 Milliarden Euro. Von dieser Summe sind aber nur 3 Milliarden nachvollziehbar. Es bleibt also eine Lücke von über 300 Millionen Euro. Die griechische Zentralbank ging zudem nur von einem Minus der Binnenwirtschaft von 4 Prozent aus. Dieser Wert wurde nun aber um mehr als die Hälfte übertroffen. Die Arbeitslosigkeit lag im Oktober 2009 bei 13,9 Prozent, im Oktober 2011 betrug dieser Wert bereits 18, 2 Prozent, Tendenz steigend. Die griechische Regierung muss nun noch die verbleibenden 325 Millionen Deckungslücke gegenüber den Geldgebern belegen, um eine Auszahlung der 130 Milliarden Euro zu erreichen. Derweil nehmen auch die Proteste der Bevölkerung gegen das Sparpaket weiter zu. Griechenland dürfte deshalb auch in naher Zukunft das Sorgenkind Europas bleiben. Ungeachtet jedweder wirtschaftlichen Diskussion sollte jedoch der Symbolwert Griechenlands für Europa nicht unterschätzt werden. Griechenland gilt nicht nur als die Wiege des Namens für den Kontinent, sondern auch als Wiege der europäischen Kultur. Insofern würde ein Rauswurf Griechenlands aus der Eurozone zugleich ein Rauswurf der europäischen Ideale bedeuten.



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