Konjunktur

Großbritannien erneut von Rezession erfasst

Im ersten Quartal 2012 ist Großbritannien von einer erneuten Rezession erfasst worden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Gegensatz zum Vorjahreswert um 0,2 Prozent. Experten erhofften sich indes einen Zuwachs der Wirtschaft um 0,1 Prozent.

ereits im vierten Quartal 2011 fiel das BIP um 0,1 Prozentpunkte ab. Laut Definition werden zwei aufeinanderfolgende Minusquartale als Rezession bezeichnet. Insbesondere der abgeschwächte Baubereich wird als ein Grund für den schlechten Vierteljahreswert bezeichnet.

 Deutsche Wirtschaft legte erneut zu

Bereits in den Jahren 2008 und 2009 steckte die britische Wirtschaft in einer Rezession. Im Gegensatz zur britischen Wirtschaft stieg die deutsche Wirtschaft erneut an.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet derweil mit einem Wert um die 0,4 Prozent für das laufende Quartal. Das erste Quartal wird laut Experten hingegen mit einem Wachstum von 0,1 abgeschlossen.

Insbesondere die „Euro-Krise“ gilt als Bremse für die deutsche Wirtschaft. Ungeachtet der eher schwachen Wachstumszahlen sank die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter. Auch das Plus des verfügbaren Arbeitnehmereinkommens stieg demnach um rund 3,3 Prozent. Trotz einer Inflationsrate von derzeit 2,3 Prozent blieb so ein kleines Plus, welches den Konsum und damit die Inlandsnachfrage weiter anfacht.

Europakritischer Kurs für britische Rezession verantwortlich?

Die britische Wirtschaft indes droht auch im kommenden Quartal nicht aus der Rezession zu kommen. Nicht zuletzt der europakritische Kurs der Regierung von Premierminister Cameron wird zuletzt der Schwarze Peter zugeschoben. Fest steht jedenfalls, dass unter einer europafreundlicheren Labour-Regierung die Wirtschaft bis zum Jahre 2008 weitaus besser dastand, als unter den Konservativen.



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