Konjunktur

Großbritannien und Frankreich vereinbaren Nuklear-Deal

Großbritannien und Frankreich haben zwecks Zusammenarbeit einen Nuklear-Deal unterzeichnet, anlässlich eines Treffens zwischen dem britischen Premierminister James Cameron und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris haben beide Staatschefs die Zusammenarbeit zur Entwicklung der zivilen Nutzung der Nuklearenergie vereinbart. Der Handel beläuft sich auf einen geschätzten Wert von 500 Millionen Pfund (ca. 600 Millionen Euro) und soll 1500 Arbeitsplätze schaffen.

Nuklearenergie im Energiemix

Saubere, bezahlbare und sichere Energie soll durch die Entwicklung im Kernkraftbereich sicher gestellt werden, so ein Statement aus Großbritannien. Zur Kooperation soll auch die internationale Atomenergiebehörde IAEA involviert werden, somit sollen die Anstrengungen zur Entwicklung der Nuklearenergie gebündelt werden. Elf Monate nach dem Nulearunfall in Fukushima, dem Super-Gau am AKW Fukushima-Daiichi, setzen die Regierungschefs beider Länder ein bewusstes Signal. Dementsprechend sollen auch Sicherheitstechniken zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs der Nukleartechnik gemeinsam erforscht werden.

Neue Kernkraftwerke

In Großbritannien sind acht neue Kernkraftwerke bis 2025 geplant, private Firmen haben ihre erste Entwürfe zur Ausschreibung eingereicht, so auch Rolls Royce. den Anlagenbauer erhofft sich einen Auftrag in einem Wert von 400 Millionen Pfund (ca. 480 Millionen Euro). Auch das französische Nuklearunternehmen Areva hofft auf neue Aufträge. Auch in den USA wurde der Bau von vier neuen Kernkraftwerken am Anfang des Jahres bekannt gegeben. Ob die Atommächte Großbritannien und Frankreich mit ihrem Nuklear-Deal zukunftsweisend agieren, ist eher zweifelhaft.



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