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Groupon: Im Fadenkreuz der Börsenaufsicht

Dem Gutscheinanbieter Groupon sitzt die US-Börsenaufsicht SEC im Nacken. Am letzten Freitag hatte der Anbieter von Gutscheinen den Umsatz und den Gewinn für das vierte Quartal im nachhinein abgesenkt.

Dem Vernehmen nach befindet sich die Prüfung der US-Börsenaufsicht noch in einer sehr frühen Phase. Das bedeutet, es sind bisher noch keine offiziellen Ermittlungen gegen den Gutschein-Anbieter Groupon eingeleitet worden. Bereits vor dem Börsengang im November hatte Groupon die Geschäftszahlen zweimal angepasst.

Groupon: Aktie fiel um 17 Prozent

Am Montag fiel die Aktie des Gutschein-Anbieters um etwa 17 Prozent. Der Preis der Aktie reduzierte sich damit auf 15,27 US-Dollar. Beim Börsenstart lag der Aktienwert noch bei 20 US-Dollar.

Sowohl der Finanzchef von Groupon als auch der Chief Executive versuchten sich in Schadensbegrenzung. Insbesondere der Finanzchef von steht im Kreuzfeuer der Kritik.

Wie aus Unternehmenskreisen zu entnehmen ist, stehen jedoch die anderen leitenden Manager des Unternehmens hinter ihrem Finanzchef. Am vergangenen Freitag korrigierte Groupon die Unternehmensergebnisse.

2010 und 2011: Verluste von mehreren Hundert Millionen US-Dollar

Als Grund wurde seitens Groupon vor allem die Umtauschwelle in der Nachweihnachtszeit benannt, die das Unternehmen in dem Ausmaß so nicht erwartet hatte. Der Umsatz des Unternehmens fiel deshalb.

Im Jahr 2011 verbuchte Groupon insgesamt einen Verlust von 373,5 Millionen Euro. Im Jahr 2010 lag der Verlust sogar bei 456,3 Millionen US-Dollar.

Groupon selbst rechtfertigt die roten Zahlen indes nicht als Verluste im eigentlichen Sinn, sondern als Investitionssummen in den Geschäftsbereich. Allein im Schlussquartal 2011 summierte sich das Minus von 43 auf 65,4 Millionen US-Dollar.

Unternehmen sehen Groupon zum Teil kritisch

Marktexperten rechneten für das letzte Quartal sogar ursprünglich mit einem Plus. Groupon bietet Rabatt-Gutscheine für Unternehmen an. Wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zustande kommt, gilt der Gutschein als vom jeweiligen Unternehmen akzeptiert.

Groupon selbst behält einen gewissen Betrag als Vermittlungsprovision, in der Regel die Hälfte des Gutschein-Wertes, ein. Vereinzelt sehen aber auch Unternehmen Groupon skeptisch, da die Unternehmen mit den Rabattaktionen zum Teil sogar Verluste in Bezug auf die Gutscheinaktion einfahren.



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