Finanzen & Recht

Steuerfreibetrag 2014 in der Steuererklärung

Der Grundfreibetrag bzw. Steuerfreibetrag dient dazu, niedrige Einkommen von der Einkommensteuer zu befreien.

Dabei wird das Einkommen bis zum Grundfreibetrag nicht in die Berechnung der Einkommensteuer eingerechnet.

Der neue Steuerfreibetrag 2014 für die Steuererklärung gilt für ausnahmslos alle steuerpflichtigen Paare und Singles in Deutschland.

Steuerfreibetrag 2014 steigt

Der Freibetrag wurde in erster Linie dazu eingeführt, um das Existenzminimum der Steuerpflichtigen mit niedrigen Einkommen zu sichern und von der Besteuerung zu befreien. Noch im Jahr 2002 lag dieser Grundfreibetrag bei 7.235,- Euro und im Jahr 2010 bei 8.004,- Euro.

Der Freibetrag wird fortlaufend an die Lebenshaltungskosten angepasst. Er steigt tendenziell immer weiter an. So ist für 2014 die Anhebung auf die Höhe von 8.354 Euro vorgesehen.

Grundfreibetrag orientiert sich an Hartz IV Regelsatz

Die Höhe dieser Beträge ist das Ergebnis einer Berechnung auf der Basis des gültigen Sozialhilferechts. Diese ist auch unter dem Begriff Hartz IV bekannt. Hieraus ergeben sich ebenfalls die Beträge des Regelsatzes, den Kosten für die Unterkunft und den Heizkosten.

Der Steuerfreibetrag entspricht somit den ALG II-Leistungen eines Jahres. Nur Steuerpflichtige, die ein höheres Einkommen als sie als Empfänger von ALG II-Leistungen erhalten würden, zahlen überhaupt Einkommensteuer.

Einkommenssteuererklärung 2014

Die Einkommensteuer wird in Deutschland auf alle Einkommensarten erhoben, die über dem Steuerfreibetrag liegen. Da die Steuern per Automatismus im Zuge der Lohnabrechnung/ Lohnzahlung durch den Arbeitgeber abgeführt werden, sind nicht alle Arbeitnehmer zu der Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.

Die Einkommensteuererklärung muss nur dann abgegeben werden, wenn der Betroffene beispielsweise weitere Einkünfte aus Mieteinnahmen im Bemessungszeitraum hatte oder aber Lohn von mehreren Arbeitgebern bezogen hat.

In der Praxis geben aber auch diejenigen ihre Einkommensteuererklärung (freiwillig) beim Finanzamt ab, die dazu nicht verpflichtet sind. Einkommensteuerpflichtige holen sich über verschiedene Steuerabzüge (oft auch Pauschbeträge) wie Sonderausgaben anteilig Geld vom Staat zurück.

Nichtveranlagungsbescheinung beim Finanzamt

Einkommensteuerpflichtige, deren jährliche Einnahmen in Summe unter dem Grundfreibetrag liegen, zahlen somit gar keine Einkommensteuer und können damit ihre „Nichtveranlagungsbescheinigung“ bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen.

Mit dieser Bescheinigung braucht der „Steuerpflichtige“ über einen Zeitraum von drei Jahren nach Erteilung der Nichtveranlagungsbescheinigung keine Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Diese Erleichterung gilt nur für solche Einkommen, die dauerhaft unter dem Grundfreibetrag von aktuell 8.354 Euro jährlich liegen.

Steuerfreibetrag 2014 im Detail

Der Grundfreibetrag in Höhe von 8.354,- Euro für das Jahr 2014 gilt für alle Geringverdiener, die steuerlich allein veranlagt werden. Dies betrifft etwa die unverheirateten Arbeitnehmer der Steuerklasse Eins.

Bei Paaren, die verheiratet sind und gemeinsam veranlagt werden, gilt der echte doppelte Grundfreibetrag als für einen Single. Ein Ehepaar wird damit im Jahr 2014 mit dem Steuerfreibetrag von 16.708,- Euro veranlagt. Haben Verheiratete keine weiteren Einnahmen, dann fallen Einkommenssteuern erst bei einem Gesamtbrutto über 16.708,– Euro an.

Kinderfreibetrag in der Steuererklärung

Auch Kinder werden bei der Veranlagung der Einkommensteuer berücksichtigt. Für Kinder gilt der Kinderfreibetrag, der über das Kindergeld gewährt wird. Das Kindergeld wird monatlich an die Eltern Minderjähriger oder in Ausbildung befindlicher Kinder ausbezahlt. Über die Einkommensteuer erfolgt auch hier wiederum eine steuerliche Freistellung des Existenzminiums.

Kindergeld in der Einkomenssteuererklärung

Haushalte/ Haushaltsmitglieder mit niedrigen Einkommen erhalten mit dem Kindergeld eine echte Förderung in Form einer realen Zusatzzahlung während das Kindergeld bei höheren Einkommen vollständig in die Einkommensteuer eingerechnet wird. Unterm Strich erhalten Eltern mit einem Kind, die mehr als 63.500,- Euro jährlich verdienen, damit gar nicht die volle Höhe des Kindergeldes. Der Betrag wird durch die „Mitbesteuerung“ reduziert.

Der Grundfreibetrag 2014 wird automatisch bei der Einkommensteuer 2014 berücksichtigt.



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