Gesundheit

H7N9-Virus: Droht eine neue Vogelgrippe-Epidemie?

Am 31. Januar 2014 findet wieder das Neujahrsfest in China statt. Anlässlich der Veranstaltung warnt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen oder kurz FAO vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe.

Zum Neujahrsfest kommen die Menschen und Tiere wieder in näheren Kontakt, sodass die FAO befürchtet, dass es zu einer Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus kommen könnte.

Vogelgrippe überträgt sich von Tieren auf Menschen

In China häufen sich die Infektionen mit der Vogelgrippe. Bisher konnte noch keine Übertragung von Mensch zu Mensch beobachtet werden.

Durch das chinesische Neujahrsfest könnte die Zahl der Menschen, die sich mit dem Geflügelpestvirus H7N9 infiziert haben, weiterhin steigen. Bei dieser Veranstaltung treffen Millionen von Menschen und Geflügel aufeinander. Viele Menschen feiern das Fest, indem sie Geflügel schlachten.

Anstieg seit Mitte Dezember

Laut der FAO erkranken seit Mitte Dezember im Osten und Südosten in China zunehmend Menschen an der Vogelgrippe. Dies sei nicht ungewöhnlich, da sich der H7N9-Virus in den Wintermonaten immer verstärkt ausbreiten würde, hieß es.

Andere Länder haben keine Vogelgrippefälle gemeldet

In anderen Ländern wurden bisher noch keine Vogelgrippefälle bei Tieren oder Menschen gemeldet.

Die Nachbarländer von China sollen laut der FAO dennoch Vorsicht walten lassen und sich nicht in Sicherheit wiegen. Hierbei sei außerdem zu berücksichtigen, dass es neben dem H7N9-Virus auch den H5N1-Virus gibt.

Bei den Menschen, die an der Vogelgrippe erkrankt sind, gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass sie zuvor Kontakt mit lebendem Geflügel hatten, das mit dem H7N9-Virus infiziert war. Der Kontakt kam auf den Märkten oder wenn sie die Tiere geschlachtet haben, zustande.

Keine Mensch zu Mensch Infektionen

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden bisher noch keine Mensch zu Mensch Infektionen beobachtet.

Seitdem der H7N9-Virus aufgetreten ist, soll er sich genetischen Analysen zufolge, nicht sehr stark verändert haben. Dennoch sei oberste Vorsicht geboten. Das Virus sei immer noch aktiv in den Geflügelbeständen. Sichtbare klinische Symptome gäbe es dabei nicht, hieß es weiter.

Wie gefährlich ist die Vogelgrippe?

Seit März 2013 erkranken immer mehr Menschen an der Vogelgrippe. Jeder dritte Patient stirbt durch eine Infektion mit dem H7N9-Virus.

Experten schätzen die Verbreitung der Vogelgrippe in Europa eher gering ein. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass auch hierzulande vereinzelte Fälle von Vogelgrippe auftreten könnten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO versucht die Ausbreitung zu verhindern und beobachtet die derzeitige Situation in China genauestens.

Warum sind Experten dennoch besorgt?

Grippe-Viren können sich verändern. Aus diesem Grund entstehen Viren-Mutationen. Krankheiten können somit auch von Tieren auf den Menschen übertragen werden.

Experten befürchten, dass sich der Virus zunehmend verändern könnte, sodass die Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte. Deshalb sehen sie sich in der Pflicht, den Virus genauestens zu beobachten.

Wenn Mensch zu Mensch Infektionen auftreten, könnte es zu einer Grippe-Epidemie mit vielen Todesfällen kommen, die auch als Pandemie bezeichnet wird. Im letzten Jahrhundert traten mehrere Grippe-Pandemien auf, die durch Erkrankungen bei Vögeln hervorgerufen wurden. Die jeweiligen Viren mutierten und waren letztlich dazu in der Lage, auf den Menschen überzugehen. Nach weiteren Veränderungen traten dann Mensch zu Mensch Infektionen auf.



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