Gesundheit

H7N9-Virus: Vogelgrippe breitet sich weiter aus

Die Weltgesundheitsorganisation oder kurz WHO hat eine Ausbreitung der Vogelgrippe festgestellt.

Das Neujahrsfest, das am 31. Januar in China stattfindet, wird vermutlich zu einer weiteren Erkrankungswelle führen.

Vogelgrippe hat sich weiter ausgebreitet

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem H7N9-Virus infiziert haben, ist weiter angestiegen. Peking hat am Freitag erstmals seit Monaten eine Infektion mit dem Erreger gemeldet, berichtete das Staatsfernsehen ‚CCTV‘.

Mensch-zu-Mensch-Infektion ist möglich

Die ostchinesische Provinz Zhejiang hat seit Anfang des Jahres über 40 Patienten, die an der Vogelgrippe erkrankt sind, registriert. Im November 2013 wurde dort die erste Mensch-zu-Mensch-Infektion nachgewiesen.

Hauptursache ist Geflügel

Mensch-zu-Mensch-Infektionen bleiben voraussichtlich eine Ausnahme. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Geflügel die Hauptursache für die Vogelgrippe ist.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, dass es keinen Hinweis auf eine dauerhafte Übertragung von Mensch zu Mensch gebe. Die Experten der WHO rechnen jedoch mit einer zweiten Erkrankungswelle. Diese hat bereits im Oktober begonnen.

Die ersten Fälle von Infektionen mit dem H7N9-Virus traten zwischen Februar und Mai 2013 in China auf. Schätzungen zufolge sollen über 200 Menschen an der Vogelgrippe erkrankt sein. Mehr als 50 Menschen starben an dem Virus.

Überwiegend Männer erkrankt

Aus einer Analyse der zweiten Krankheitswelle der WHO ging hervor, dass die Patienten jünger sind als die der ersten. Laut den Ergebnissen sind die Betroffenen im Durchschnitt 52 Jahre, statt 58 Jahre alt. Außerdem seien überwiegend Männer an der Vogelgrippe erkrankt, heißt es weiter.

Teilweise erläuft die Erkrankung milder

Mittlerweile wurden auch Fälle bekannt, bei denen die Vogelgrippe milder verläuft. Allerdings würde sie in den meisten Fällen immer noch von einer schweren Lungenentzündung begleitet.

Besonders viele Infektionen mit dem H7N9-Virus soll es der Analyse zufolge Anfang 2013 gegeben haben.

Neuraminidase-Inhibitoren als Medikament

Das Virus soll wie bei der ersten Erkrankungswelle glücklicherweise immer noch auf Neuraminidase-Inhibitoeren empfindlich reagieren, wie Laboranalysen von Proben zeigten. Diese können somit weiterhin als Medikament eingesetzt werden.

Geflügelhandel in China verboten

Die meisten Menschen infizierten sich durch den Kontakt zu lebendem Geflügel. Aus diesem Grund haben bereits mehrere Städte und Gemeinden in China den Handel mit Lebendgeflügel verboten.

Letzten Freitag hat auch die Millionenstadt Hangzhou im Osten Chinas, die Geflügelmärkte verboten.

Zoos wurden strenge Regeln für die Haltung von Vögeln auferlegt. In Hangzhou dürfen außerdem keine Brieftauben mehr frei fliegen.

Schutzmaßnahmen sollen eine Vogelgrippe-Epidemie verhindern

Li Lanjuan, der Virologe von einem landesweiten Expertengremium zur Eindämmung des H7N9-Virus begrüßte die Schutzmaßnahmen, die die Städte und Gemeinden teilweise erlassen haben, sehr.

Diese Maßnahmen würden laut ihm dazu beitragen, eine Vogelgrippe-Epidemie zu verhindern oder wenigstens einzudämmen.

Das Neujahrsfest steht noch bevor

Gesundheitsexperten fürchten sich vor dem noch anstehendem diesjährigem Neujahrsfest. Es gilt als der wichtigste Feiertag Chinas. Millionen Chinesen reisen am 31. Januar zu ihren Familien. Bei diesem Fest wird Geflügel geschlachtet und verzehrt.

Die Gesundheitsbehörden sprachen bereits die Empfehlung aus, keine Schlachtungen zu Hause durchzuführen und das Geflügelfleisch gut durchzukochen.



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