Technik

Hackerangriff: Mit Linux wäre das nicht passiert

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt derzeit zusammen mit dem Bundeskriminalamt (BKA) vor einer Sicherheitslücke, die in Deutschland täglich mehrere Zehntausende Computer befällt. Auf der Internetseite dns-ok.de kann jeder Nutzer online einsehen, ob sein PC von dem Angriff betroffen ist. Die Behörden haben diese Seite extra für die Bürger geschaffen, damit diese sich ein Bild über den Zustand ihres PC machen können.

BSI: Internetseite hilft bei Analyse

Die Hacker selbst sitzen bereits in US-Haft. Die Schadsoftware findet dennoch durch das Netz ihre Verbreitung und befällt weiterhin täglich etwa 33000 Computer in Deutschland. Auf der Seite dns-ok.de wird direkt geprüft, ob die DNS-Einstellungen des Systems Opfer des Hackerangriffs wurden oder nicht. Zudem gibt die Seite Hilfestellungen zur Entfernung des Trojaners. Für die korrekte Durchführung
des Tests müssen jedoch die Proxy-Servereinstellungen des Systems deaktiviert werden.

Linux: Die sichere Alternative

Wer auf Nummer sicher gehen will, entfernt sein Windows-System vom PC und installiert stattdessen eine der zahlreichen Linux-Versionen auf seinem Computer. Besonders zu empfehlen für Windows-Umsteiger sind die Distributionen „Ubuntu“ und „Linux Mint“. Die Betriebssysteme besitzen nicht nur eine einfach zu handhabende Out-of the Box-Technologie, Trojaner und Viren haben es bei Linux grundsätzlich schwer, denn es gibt keine exe-Dateien, sondern Pakete, die erst einzeln zusammengesetzt werden müssen (das System macht dies bei Installation zudem erst nach Freigabe durch den Nutzer). Dies ermöglicht ein hohes Maß an Sicherheit. Zudem bietet Linux viele kostenlose Alternativen für teure Windows-Software. Bei der nächsten Windows-Attacke sollte deshalb statt eines teuren Antivirenprogramms einfach einmal über eine Betriebssystemalternative nachgedacht werden. Zudem nutzt bereits heute nahezu jeder Linux. Dass von Google entwickelte Android für Smartphones ist nichts anderes als ein Linux-Betriebssystem. Windows selbst kann übrigens auch unter Linux weiter betrieben werden, nämlich in der virtuellen Box. Nachteile entstehen dem Nutzer dadurch keine, wohl aber überwiegen die Vorteile. Viren und Trojaner lassen sich mittels Linux, welches übrigens kostenlos zu erhalten ist, nahezu ausschließen.



3 Kommentare zu “Hackerangriff: Mit Linux wäre das nicht passiert”

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