Gesundheit

Hamburg: Anstieg der psychischen Erkrankungen bei Kindern

In Hamburg leiden immer mehr Kinder an psychischen Erkrankungen. Innerhalb der letzten drei Jahre kam es zu 60 Prozent mehr Behandlungen, die sich auf Depressionen bei Kindern stützten.  

Dabei spielt vor allem auch das Mobbing unter den Kindern eine entscheidende Rolle.

Kinder leiden stark unter psychischen Erkrankungen

Es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche, die unter psychischen Erkrankungen leiden. Vor allem in Hamburg ist ein dramatischer Anstieg zu erkennen. Dieser beläuft sich auf 60 Prozent bei jungen Menschen. Die Betroffenen wurden aufgrund ihrer Depression sogar stationär behandelt.

Lange Wartezeiten machen es noch schlimmer

Die Prozentzahl von 60 ist auch so hoch, weil die betroffenen Jugendlichen und Kinder nicht gleich einen Psychotherapeuten aufsuchen oder hier sehr lange auf einen Termin warten müssen. Deshalb verschlimmern sich die Leiden auch immer mehr. Aber nicht nur in Hamburg müssen Patienten mit einer psychischen Erkrankung sehr lange auf einen Termin warten.

Depressionen müssen ernstgenommen werden

Es ist sehr wichtig, dass Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sehr ernst genommen werden. Dies meint auch Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg: Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind eine ernst zu nehmende Krankheit und nicht bloß eine Pubertätserscheinung. Eltern sollten deshalb Warnzeichen beachten und Symptome von einem Therapeuten abklären lassen“.

Depressionen haben viele Gesichter

Depressionen können ganz unterschiedlich ausfallen und sich entsprechend durch verschiedene Symptome kennzeichnen. Die TK meint dazu: „Manche Betroffene werden gereizt oder aggressiv, andere wiederum kapseln sich von ihrer Außenwelt ab. Weitere Anzeichen sind Antriebs- und Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen“.

Eltern müssen handeln

Bei den ersten Anzeichen sollten Eltern auf jeden Fall handeln und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Sehr gute Möglichkeiten bieten dafür zum Beispiel auch die Vorsorgeuntersuchungen J1 und J2. Hier werden die 13- bis 17-Jährigen nicht nur körperlich untersucht, sondern können auch seelische Problem oder Sorgen ansprechen. Alle Kosten werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Mobbing als Auslöser einer Depression

Sehr häufig spielt das Mobbing eine entscheidende Rolle. Werden die Kinder oder Jugendlichen von anderen Klassenkameraden gehänselt oder geärgert, kann dies sehr schnell in einer Depression enden. Die Betroffenen mögen nicht mehr zur Schule gehen und wollen auch sonst am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilhaben.

Facebook und Co. Als Plattform für Mobbing

Vor allem die sozialen Netzwerke, wie Facebook, sind in der heutigen Zeit mediale Plattformen für Mobbing und Beschimpfungen. Dabei ist es wichtig, dass Eltern mit ihren Kindern reden und auch auf die Gefahren der Netzwerke hinweisen. In vielen Fällen beginnt das Mobbing mit einer unbedachten Handlung in den sozialen Netzwerken.



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