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Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verärgert Aktionäre

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verärgert ihre Aktionäre. Grund für die Verärgerung sind einerseits ein neu eingeführtes Vergütungssystem für Manager der HHLA und anderseits ein gleichzeitig niedriger Aktienkurs. Die Manager erhielten teilweise Gehaltsverbesserungen um bis zu 59 Prozent im letzten Jahr.Dies wurde durch ein neu eingeführtes Vergütungssystem möglich. Kleinaktionäre beklagen indes, dass Hamburg vor gewaltigen finanziellen Herausforderungen stehen würde und dass deshalb der Vorstand auf entsprechende Prämien und Bonuszahlungen verzichten solle.

HHLA: Umsatzrückgang erwartet

Auch die Aktionärsvereinigungen äußerten ihren Unmut auf der jüngst stattgefundenen Hauptversammlung der HHLA. Steffen Kraus von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bemängelte nicht die grundsätzliche Höhe der Vorstandsvergütung, die im unteren Bereich liegt, sondern die hohen Zuwächse innerhalb so kurzer Zeit. Fraglich bleibt nur, ob die Vorstandsgehälter und deren Erhöhung im Einklang mit den zu erwarteten Umsätzen stehen.

So rechnet der Vorstandschef der HHLA, Klaus-Dieter Peters, mit Umsatzrückgängen von 1,2 auf 1,1 Milliarden Euro. Der Gewinn selbst soll aber konstant bleiben, so der Vorstandschef weiter. Trotz vielfacher Kritik stimmte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit dem neuen Vergütungssystem zu. Zudem beschloss die Hauptversammlung, das Grundkapital um 35 Millionen Euro zu erhöhen.

Unmut der Aktionäre über Aktienkurs geäussert

Rund 68 Prozent der HHLA gehören der Stadt Hamburg und insofern genießt die HHLA auch einen Sonderstatus, was die Sicherheit der Aktienkurse und die Kapitalisierung betrifft. Dennoch machte sich auf d er jüngsten Hauptversammlung Unmut über den derzeitigen Aktienkurs von rund 20 Euro breit. Der Höchstwert der Aktie notierte einst bei 60 Euro. Als kleiner Trost für die Kleinaktionäre wurde die Dividende von 55 auf 65 Cent erhöht.



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